Definitionen und Erklärungen von Klischees




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Definitionen und Erklärungen von Klischees

Beitragvon witch » 18.04.2010, 19:14

Gestern Nacht im skype, haben wir uns unterhalten, und da ist mir mal eine Idee gekommen, besser gesagt wollte ich mal die Klischeesache nochmal aufgreifen, ich weiß jetzt nicht ob ich damit hier an der richtigen Adresse bin, aber ich starte hier einfach mal einen neuen Thread, wenn es falsch ist, bitte verschieben oder Beschwerde Mail. :grinundwech:

Also zum Thema Mary Sue

Wie defeniert ihr eine Mary Sue?

Also ich versteh unter einer Mary Sue, ein Mädchen oder eine Frau, wie auch immer die ein bischen hohl ist, so dem typischen Klischee einer Blondine entspricht. (Hohl und schwimmt sogar in Milch) :mrgreen: Weiter denke ich sie hat keine eigene Meinung und findet alles toll, was man mit ihr macht. So zum Beispiel Alice, die sie als Barbie benutzt
Eine Mary Sue würde zu allem Ja und Amen sagen. Nach meiner Vorstellung. Sie würde bereitwillig mit Mike mitgehen, wenn er sie nach einem Blowjob fragen würde, oder mit den Hunden vom Nachbarn Gassi gehen (nein lina das ist keine Anspielung) :grinundwech:

Also wie gesagt das ist das was ich unter einer Mary Sue vorstelle. Deswegen verstehe ich nicht wenn man immer wieder hört, das Stephenie Meyer's Bella immer als Mary Sue bezeichnet wird. Ich finde nämlich sie hat durchaus eine eigene Meinung in den Büchern.

Also was versteht ihr darunter? Ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Ich bin schon sehr gespannt. :tiptap:
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Re: Definitionen und Erklärungen von Klischees

Beitragvon LuxAeterna » 18.04.2010, 19:28

joah, gibts dafür eine geregelte interpretation?
ich kann dir jedenfalls sagen, wie ich eine mary-sue definiere. so das nette mädchen von neben an. am besten noch ein schweres schicksal (verlust der eltern, heimkind, schwer krank, etc.). also so jemand, mti dem man gleich mal mitleid hat. udn dann sind diese personen dann im grunde ihres herzens total gut. udn sooo hübsch, nur niemand hat das vorher gesehen -sie weiß es natürlich auch selbst nicht, im heim gab es ja auch keine spiegel -, außer der typ, der sich dann in sie verknallt.

und ansonsten würde ich den begriff noch definieren, dass eine mary-sue keinen ausgeprägten charakter hat. also keine macken, keine richtigen besonderheiten. sie denkt "normal". es gibt nichts, was sie ausmacht. oder zumindest nicht viel. ein mensch ohne ecken und kanten. ein - wenn man es mit dem echten leben vergleicht - unrealistischer mensch also.
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Re: Definitionen und Erklärungen von Klischees

Beitragvon Angeloi » 18.04.2010, 20:00

Für mich ist eine Mary-Sue eine idealisierte Person des Erfinders :mrgreen:
Meist hübsch, selbstaufopfernd, intelligent - eben das, was der Autor gerne selbst wäre und deshalb diese Eigenschaften besonders hervorhebt. Die evtl. anfallenden negativen Dinge sind dann höchstens niedlich, süß oder fallen anderweitig nicht ins Gewicht :mrgreen:
Vermutlich sind alle weiblichen Hauptcharas ein kleines Bisschen Mary-Sue 8) , die Kunst ist es, nicht zu auffällig zu gestalten.
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Re: Definitionen und Erklärungen von Klischees

Beitragvon LuxAeterna » 18.04.2010, 20:04

Angeloi hat geschrieben:Für mich ist eine Mary-Sue eine idealisierte Person des Erfinders :mrgreen:
Meist hübsch, selbstaufopfernd, intelligent - eben das, was der Autor gerne selbst wäre und deshalb diese Eigenschaften besonders hervorhebt. Die evtl. anfallenden negativen Dinge sind dann höchstens niedlich, süß oder fallen anderweitig nicht ins Gewicht :mrgreen:
Vermutlich sind alle weiblichen Hauptcharas ein kleines Bisschen Mary-Sue 8) , die Kunst ist es, nicht zu auffällig zu gestalten.


:schmachten: wieso kann sie das so besser sagen als ich?
jedenfalls war das genau das, was ich meinte :schmachten:
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Re: Definitionen und Erklärungen von Klischees

Beitragvon feane » 18.04.2010, 22:05

hm, also ich versteh unter einer mary sue eigentlich einen chara, den es eigentlich nicht wirklich geben, kann, weil er zu perfekt ist. er kann alles, kommt mit allem klar und hat nie probleme. löst sogar probleme seiner mitmenschen, versteht alles, jeden und die welt sowieso.
Ihr Charakter hat keine widersprüchlichen Eigenschaften.
schwere schicksale in der vergangenheit, mit denen die personen aber in der gegenwart bestens klar kommt, keine nachwirkungen zeigt und sich wie jeder normale verhält, der diese schlimmen ~erlebnisse nicht hatte.
sprich, es ist ein chara, der überspitzt dargestellt wird. manche autoren machen das absichtlich, dann wiederum gibt es welche, denen fällt das nicht auf, dass sie ne mary sue haben :'D

fazit: Mary Sue = Superwoman in allen Gefühls-, Lebens- und Umgebungslagen, ohne Makel.
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Re: Definitionen und Erklärungen von Klischees

Beitragvon lebkuchenherz » 18.04.2010, 22:08

ja ich stimme den anderen zu und witch es gibt sogar nen Marty Stu :lol:
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Re: Definitionen und Erklärungen von Klischees

Beitragvon feane » 18.04.2010, 22:15

meinste nich Gary Stu? :'D :lol:
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Re: Definitionen und Erklärungen von Klischees

Beitragvon lebkuchenherz » 18.04.2010, 22:43

haha ja da gibts viele namen^^ das sind nur zwei davon :3
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Re: Definitionen und Erklärungen von Klischees

Beitragvon witch » 19.04.2010, 08:05

Ok, wie nennt man dan sowas, wo der Protagonist einen leichten Hang zum Drama hat und aus jeder kleinen Fliege an der Wand einen Elefant draus macht, und in seinem ganzen Leben nur Drama Drama und nochmal Drama ist? Ein Drama ist geklärt dann kommt das nächste? Gibt es für dieses Klischee auch einen Namen oder ist das dann de Autor der nicht loslassen kann? Die Frage ist durchaus ernst gemeint.

Und zu Mary Stu, was soll das bedeuten? Ist das ne Albleitung von Mary Steward? Das war doch irgendwas tragisches oder? Ich müßte erst mal googlen. Aber irgendwas hab ich da im Hinterkopf.

Und Gary Stu ist das männliche Gegenstück zur Mary Sue oder?
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Re: Definitionen und Erklärungen von Klischees

Beitragvon www.pAT » 19.04.2010, 09:44

witchmoonnight hat geschrieben:... Ein Drama ist geklärt dann kommt das nächste? Gibt es für dieses Klischee auch einen Namen oder ist das dann de Autor der nicht loslassen kann? Die Frage ist durchaus ernst gemeint.


Das nennt man dann wohl: "FanFiction mit ungeplanten Fortsetzungen, aufgrund hoher Nachfrage." :)
Oder: "NeverendingFanFiction mit mangelhaften Plot-Notizen (Bella/Jasper, verlieben sich irgentiwe, etwas Schlimmes passiert und dann mal sehn... mir fällt da bestimmt noch was ein.)"
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Re: Definitionen und Erklärungen von Klischees

Beitragvon lebkuchenherz » 19.04.2010, 10:19

ja für die männliche Mary sue gibt es aber doch ein paar mehr namen als nur marty stu oder gary stu. Und pat, wäre das was du da geschrieben hast, nicht so entsetzlich wahr... ich würde lachen....
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Re: Definitionen und Erklärungen von Klischees

Beitragvon Souly » 19.04.2010, 17:10

Mary Sue war und bleibt für mich immer, wenn der Autor sich mehr oder weniger selbst in die Geschichte hineinschreibt. In Herr der Ringe war das immer sehr einfach zu erkennen, zum Beispiel wenn durch ein verunglücktes Experiment klein Mary/xx aus ihrer Dimension nach Mittelerde verfrachtet wird und als 10th Walker den Ringgefährten beitrat oder einen der Charaktere abkriegt. Same here. Irgendein Autor schreibt sich oder ein idealisiertes Ich seiner selbst in die Geschichte rein, indem er nach Forks kommt, von Edeldudelward verwandelt wird und sie auf immer und ewig glücklich sind. :lolz:

Hier mal ein Wiki-Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Mary_Sue
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Re: Definitionen und Erklärungen von Klischees

Beitragvon www.pAT » 19.04.2010, 18:18

das würde bedeuten, das in jeder FF eine Mary steckt.
Oder gibt es ein Limit an Augenrollen pro Minute :roll: , das man erreichen muss? :gruebel:
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Re: Definitionen und Erklärungen von Klischees

Beitragvon Souly » 19.04.2010, 18:27

Nach deiner Definition implizierst du also, dass sich jeder Autor in seine Geschichte reinschreibt? :öy:

Okay... wenn du meinst. :lolz:

Ich sehe das etwas anders, aber ist ja nicht schlimm. :mrgreen:
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Re: Definitionen und Erklärungen von Klischees

Beitragvon Tala-Aponi » 20.04.2010, 15:07

mary-sue also?

ach, gott. ich finde, dass diese mary/gary/whoever recht schwer zu definieren ist, da jeder sie anders sieht.
fangen wir doch mal mit der uns allenbekannten isabella swan an. bei diesem charakter von sm scheiden sich die geister und jeder sieht irgendetwas anderes in ihr. ich z.b. finde schon, dass sie eine mary-sue ist, da sie diese schwäche hat: tollpatschigkeit verbunden mit ihrem adrenalin-kick aus dem zweiten teil und ihrer ader für jacob. <-- ihr alle wisst was ich meine.
eine mary-sue ist einmal das, was bella für mich ist, doch kommen meist noch mehr sachen zusammen.
mary ist immer gut gelaunt und wenn sie es mal nicht ist, dann nur weil irgendwer gestorben ist. (sei es ein familienmitglied, der beste freund, der freund, die katze oder der goldfisch vom nachbarn)
dann noch: mary kann alles, weiß alles und hat meist eine schwere vergangenheit über welche sie eigentlich nicht gerne spricht, es dann aber doch in dem darauffolgendem kapitel macht und nur weil der die das autorIn will, dass sie ihrem Ritter, Vampir, Schwarm, Edward näher kommt. <-- hier wird ausnahmsweise nicht auf bella angesprochen, sondern auf die neuen charaktere, die viele mit eddie zusammen mischen.

für mich ist eine mary-sue nicht gerade überflüssig. was wäre ff.de ohne die gesamten mary-sue's? langweilig... :mrgreen:

sou, isch hab zwar eine lange meinung, aber eigentlich bringen diese zeilen alles auf den punkt! :)
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