FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...




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FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon feane » 05.04.2012, 22:06

So, der Schritt von einem stinknormalen Ff-Autor hin zu jemandem, der seine Idee veröffentlicht, es ein Erfolg wird und sogar über Verfilmung geredet wird.

Das Thema, in dem es darum geht, was noch eigen ist und was nicht. Wie viele Original-Plots es auf der Welt gibt und was von was eine weitergesponnene Idee ist.

Bitte die Diskussion aus dem Chat-Thread hier weiterführen :nod: :mrgreen:
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Re: FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon JulyAnn » 06.04.2012, 11:00

Yay :tiptap: :grinundwech:

meine Meinung hab ich ja schon einmal im Chat kundgetan – ich kopier sie aber noch mal rein ('cuz I'm cool like that) :

mMn ist das von FF zu FF unterschiedlich; wenn man sich allein bzw. gerade den AH-Sektor von Twilight ansieht, gibt's da haufenweise Stories, die mit dem Original tatsächlich nur die Namen gemeinsam haben, der Rest ist komplett vom Twilight-Universum losgelöst. Da sehe ich auch keinen Grund, wieso die Autoren da nicht veröffentlichen sollten (über den tatsächlichen literarischen Wert und die Qualität des Buches kann man ja streiten) ... Andere Fanfics dagegen sind so eindeutig Fanfics, dass die Verbindung einfach nicht mehr zu brechen ist. Also dass zB im Laufe des Buches Bella, auch wenn sie jetzt Esmeralda heißt, von Giacomoward vor einem Auto gerettet wird, er sie nachts beim Schlafen beobachtet und dann schließlich verlässt, weil sie zu gut für ihn ist oder er sich in zwielichtigen Kreisen bewegt und nicht will, dass sie da mit reingezogen wird. Wenn das jetzt zB auch von Anfang an als Esmeralda&Giacomo geschrieben wurde, dann hat das doch trotzdem mehr mit Twilight zu tun als zB EP oder Goodnight, Noises Everywhere oder von mir aus auch Master of the Universe. (Wie gesagt, über Qualität kann man streiten, aber darum geht's ja jetzt gerade nicht.)



So. Das fasst es im Großen und Ganzen auch zusammen, was ich dazu zu sagen habe - ich lass mich aber auch gern auf weitere Diskussionen ein :mrgreen:

Wie man MotU aber verfilmen möchte, geht mir echt nicht in den Kopf. :shake: Zugegeben, ich hab's nicht gelesen, aber man hört ja genug – und laut dem, was man halt so hört *hust*, spielen gerade die Sexszenen zwischen Bella und Ed, äh, sorry, dem Grey-Typen und wie hieß die Ische?, egal, zwischen den beiden Hauptcharakteren eine zentrale Rolle...porn much?
Was nicht heißt, dass ehemalige Fanfictions sich nicht gut für Verfilmungen eignen können. Da kommt es echt ganz aufs Werk an.


Zu einer Sache, die lachmaus angesprochen hatte – dass die Autorinnen die Tauglichkeit ihrer Werke zuerst im Internet testen und sich den Hype zunutze machen usw., meine ich – darüber kann man auch streiten, denke ich. Aber wieso nicht? Diskutabel, sicher, aber eigentlich so extrem schlau. Zuerst benutzt man Bella und Edward als Köder für schön viele Fans und verleitet dann später genau diese Fans dazu, das Buch zu kaufen – zack, und schon haste eine feste Fanbase. Besser, als von Null anzufangen. Aber das darf man auch nicht allen Autoren unterstellen; ich kann mir gut vorstellen, dass einfach manche während dem Schreiben merken, dass es schon vielmehr eine eigene Geschichte ist als eine Fanfiction, und dass das, was sie geschrieben haben, ja gar nicht so schlecht ist, was die Rückmeldungen bestätigen – dass man jetzt also endlich etwas geschrieben hat, was sich vielleicht zum Veröffentlichen eignet. Manche schreiben's dann als FF zu Ende und überarbeiten es dann später; andere nehmen es direkt raus und schreiben es mit Gertrude und Paul zu Ende statt Bella und Edward; und wieder andere nehmen es raus, überarbeiten es zu Gertrude und Paul und stellen es als Prosa wieder rein.
Wenn ich persönlich eine AH-FF geschrieben hätte, die gut angekommen wäre und sich auch tatsächlich zur Veröffentlichung eignen würde – damn, ich würde wahrscheinlich nicht zögern, sie rauszunehmen und gründlichst zu überarbeiten, um sie dann an einen Verlag zu schicken. Hätte ich vielleicht auch gemacht, wenn ich nicht in einem komplett anderen Gerne zuhause wäre :überfragt:

So, das war's von mir, ich bin gespannt, was ihr alle dazu zu sagen habt :tiptap:
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Re: FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon die-peggy » 06.04.2012, 13:29

problematisch finde ich aber, dass man, wenn man die FF kennt, immer bella und edward vor augen haben wird und wenn man es verfilmen würde, würden andere protagonisten einfach nur floppen... :grübel:
wenn man ein neues buch kauft, wo man nichts vorher weiß, dann ist auch noch platz, sich auf die charaktere einzustellen. aber bei ner ff muss man das halt nicht, man kennt sie ja schon und das ist dann, wenn man die gleiche geschichte als proa liest, irgendwie nicht drin, weil man immer irgendwelche vergleiche zu den biss leuten ziehen wird.
und auch wenn es prosa werden sollte wird edeltraut sich trotzdem ständig auf die lippe beissen, hartmut wird schief grinsen und ariane wird die unangefochtene shoppingqueen sein... ich weiß nicht, irgendwie sind die bilder dann schon zu sehr in meinem kopf, als dass ich mich dann mit anderen merkmalen zufrieden geben würde :grübel: das klingt komisch, ne?
:grinundwech:
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Re: FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon witch » 06.04.2012, 17:03

:lol: klingt komisch... ist auch son!!! :nod: :nod: :nod: :nod:

Ich stimme dir zu. Aber ich mag die Geschichten trotzdem, auch wenn sie Klotilde und Siegfried heißen. (Jedenfalls von den ffs die ich auch im fandom toll fand)
:witch: ------> Bild

:weinen:
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Re: FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon mäusekönig » 07.04.2012, 00:00

Soll ich jetzt meinen Post aus dem Chat auf noch mal hier reinsetzen? :lol:

Ich machs mal fürs spätere nachlesen ...
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bei der sache von wegen ideen geklaut muss ich aber auch mal ganz gezielt einhaken, denn wenn man mal genau hinguckt, ist fast jedes existente werk eine ff auf irgendwas. ich hatte dazu auch irgendwo mal nen link, wo so super bezüge zusammen gesammelt waren, vlt finde ich den noch. um jetzt zB mal zwei moderne zu nennen; monk und fluch der karibik ... ja okay, ich find den link grad nicht, aber was mir zB auf anhieb einfällt: my fair lady ist eine ff zu ovids pygmalion und praktisch ALLE auf dieser welt existierenden meerjungfrauengeschichten sind ffs, in denen der stoff von irgendeiner anderen geschichte weitergesponnen wurde (da hab ich einfach nur grad aktuell ahnung, weil ich darüber ja ständig lese :lol:). und selbst wenn der hauptplot nicht zwingend von einer sache inspiriert wurde, tauchen doch in jedem werk gewisse bezüge auf, werden szenen von anderen werken wieder aufgegriffen. in der kulturwissenschaft nennt man das übrigens intertextualität, d.h. dass jeder text (und text meint hier nicht zwingend das geschriebene wort) aus einem anderen hervorgeht - was zwingend und gar nicht zu vermeiden ist. das buch, was ich zB grad lektoriere, ist im prinzip eine ff zu einer recht unbekannten comicreihe :lol:
der knackpunkt, der hier stört, ist doch eigentlich nur, dass die autorinnen ihre geschichten praktisch schon prosa geschrieben, aber die namen von twilight benutzt haben, dann die tauglichkeit der idee im internet getestet haben - wo die idee natürlich in erster linie so gut ankam, weil es mit den twilightcharas lief, und sie dann erst den prosaroman draus gemacht haben. sie haben sich halt den hype zunutze gemacht und konnten den dann auch noch im nachhinein für den erfolg ihres verlegten buches nutzen - sie machen sich damit also praktisch die beliebtheit zunutze, die eigtl einem anderen gebührt (in dem fall halt s.m.), aber ja ... srsly, thats life und das ist auch schon seit ein paar hundert jahren so und das ist auch nicht nur bei büchern sondern genauso bei musik und filmen so


@july: ja nee, ich hab das jetzt auch nicht ausschließlich so gemeint ... ich denke auch, dass es bei vielen so der fall ist, dass sie erstmal nur ne ff schreiben und dann im laufe des plots merken, dass man daraus ja was reißen könnte.
aber ich glaube, inzwischen bin ich selbst an einen punkt, wo ich denke, dass man ah-ffs nur schreibt, weil es so schön einfach ist - man hat schon vorgefertigte charaktere und namen und orte und bei twilight auch ne gewisse garantie, dass man feedback bekommt. aber auch da stimme ich dir total zu: wieso nicht? :überfragt: (wollte das nicht vorwurfsvoll klingen lassen, wenns so klang :'D)

@peggy: ja, das ist dann das dumme daran :'D wäre ja dann aber nur unser problem und nicht das der breiten masse.

und jetzt bin ich eigentlich mehr auf zahas meinung gespannt :mrgreen: (und ich wollte eigtl nur mitdiskutieren und hab mich nicht angegriffen gefühlt oder so ... irgendwie hab das gefühl, dass du dieses gefühl bekommen hast)
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Re: FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon zaharowen » 07.04.2012, 08:15

Ach Mädels - ihr macht mich wirklich fertig - ihr seid so ....NACHHALTIG darin etwas bis zum Exzess zu diskutieren. Scheiße ich dachte ich bin die einzig penetrante Nervkuh mit den immer wiederkehrenden schwachen Argumenten.

@Lachmaus ich erstarre in Ehrfurcht über deine so präzise und treffende Art das vollkommen richtig auszudrücken, was ich als Statement und Stein des Anstoßes nicht hinbekommen habe.

Also eigentlich wollte ich hier nix mehr schreiben aus den diversesten Gründen und vielleicht bin ich ja jetzt auch wieder der einzige, der mim Arsch in die Brennesseln fällt, aber seis drum.

Ich habe schon immer die Leistung einiger Autoren - einen tollen Plot in eine tolle ff zu packen bewundert und finde es toll, daß ich derartige Werke im Internet - for free - lesen kann. Allerdings - und ja steinigt mich - auch EP ist für mich immer noch eine ff - kein literarisches Werk. Obwohl diese FF mit Sicherheit heraussticht, da sie hervorragend aufgebaut ist, Zeitbezug hat und ein amerikanisches Thema sehr nett angeht. Ich sage nett, nicht gut, denn zu dem Mix an Themen in EP gibt es noch viel anderes zu sagen und im Endeffekt ist es wie in vielen anderen Romanen an der finalen Brutalität der wirklich machbaren RL Realität gescheitert. (nein Witch wir müssen dafür keinen Threat aufmachen, das ist meine subjektive private Meinung und dafür muss ich mich nicht rechtfertigen :lol: )

Was mich aber irgendwo ein wenig - sagen wir irritiert, oder auch gerne ankotzt, ist die Bereitschaft der breiten Masse das Mittelmaß nicht nur zu bejubeln, sondern hochleben zu lassen.
Ein ambitionierter Leser fühlt sich berufen eine FF zu schreiben. Seine Leser empfehlen sie ihren Kumpels und finden sie gut. Und jetzt beginnt die Mühle so richtig zu mahlen:
Reviews mit Fanqualität bescheinigen im Kapitelturnus, und mannigfaltiger Wiederholung wie toll die Geschichte ist und das sie doch schnell weiterschreiben soll. Der Autor erfährt daraus, wie seine Leserschaft sich den Fortgang vorstellt und kann darauf sogar reagieren, damit die Story so publik bleibt. Es werden Twitter, Bloggs, Facebookseiten eröffnet um dieser Fangemeinde eine Plattform (Betonung liegt auf platt!) zu geben um darüber zu beraten ob die Protagonisten hü oder hott hüpfen sollen.
Dann verfällt die Autorin in eine sicherlich nachvollziehbare Selbstsicherheit, ändert ihr Werk ein wenig ab, nennt Charaktere, die anderen bekannten bereits gedruckten Werken (die nicht zwingend bessere Qualität haben müssen) Elfriede und Hubert und kündet der Fangemeinde an. "Hey ich hab ein Buch draus gemacht - lest es - schreibt mir Kommentare - macht Werbung - unterstützt mich. Die Fangemeinde tut dies unter frenetischem Applaus und (wie in diesem Fall MotU - national wie international) kaufen sich die gleichen Fans das Werk nochmal als Ebook oder als Anfassbuch!
Das alles ist legitim und natürlich nicht verwerflich, aber ich finde es ......immer noch mittelmäßig und ...ach mir fällt das richtige Wort nicht ein.
Sehr lustig ist auch, daß sich sprachlich geschulte Menschen, die eine fremdsprachliche FF übersetzen als die Schöpfung und Verursacher der Lesewonnen sehen und in dem Reviewgebettle für diese wohl gemerkt Übersetzung um Anerkennung für den Fortgang der Story werben, die sie auch noch zu Hauf erhalten. Und dann wenn die in Selbstbewusstsein sulende Autorin sagt - nee dat is mein Ding, dat holt ihr von eurer Seite runter - dann auch noch das Zetern anfangen - weil ihre Arbeit und der Undank.... :facepalm:

Aber und jetzt kommts - wenn dann diese Autorin einen Verlag gefunden hat, der ihr Werk publiziert - unter welchem Genre, welcher Rubrik auch immer - wenn dann die frenetisch kreischende Fangemeinde auch noch laut nach einer Verfilmung quiekt, dann sorry wende ich mich angepisst um, zücke meinen Ovid und kehre gerne zu den Wurzeln der Literatur zurück.

Für mich ist ein Buch - ein wirkliches Buch - wie das Stück eines guten Schreiners. Jeder einzelne Arbeitsschritt, der das Werkstück entstehen lässt ist wohl durchdacht und mit der Kenntnis des Handwerkes ausgeführt. Kein sichtbaren Flickschustereien sondern saubere den Betrachter in seinen Bann ziehende Handwerkskunst. Wenn ein Autor einem Handwerksmeister gleich ein Buch erarbeitet - eine von Anfang an! eigene Idee, eigene Recherche, wirkliche Arbeit - dann ist er für mich ein Literat.

Alles andere ist IKEA - nett und für eine kurze Zeit hübsch und haltbar, aber man sieht sich, man liest sich halt dran leid.

So - das ist mein Problem bei dem Ganzen und es hat nix damit zu tun, ob das wie lachmaus so gut beschrieb durchaus Usus ist. Das, wie gesagt, wusste ich selbst. Schließlich tue ich dat ja selber - und bin sicherlich einer der IKEA auch noch meist falsch aufbaut! Aber ich habe keine Ambitionen meinen Billi, oder Twylyght zu veröffentlichen - es bleibt kostenloses Fast Food.

So auf Kommando Steine in die Hand! ich stell mich schon mal in Position!
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Re: FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon JulyAnn » 07.04.2012, 14:57

Ich wüsste nicht, wozu man hier die Steine braucht :überfragt:

Im Prinzip hast du nämlich Recht, zaha. Dass es literarisch/moralisch/wie auch immer nicht immer einwandfrei ist, was gemacht wird, ist klar. Ich kann auch deine Argumente absolut nachvollziehen. Wenn ich dich richtig verstanden habe, ist im Großen und Ganzen die einzige Stelle, wo unsere Meinungen sich ein wenig unterscheiden, diejenige: du findest das zum Kotzen, was die Fans machen; wie du es so schön ausgedrückt hast: "die Bereitschaft der breiten Masse das Mittelmaß nicht nur zu bejubeln, sondern hochleben zu lassen". Das ist zum Kotzen, absolut. Aber ich persönlich sehe da nicht einmal mehr einen Grund, mich aufzuregen, denn es ist eh verschwendete Zeit. Diese Menschen sind eben nicht intelligent und/oder reif genug, um das Mittelmaß von guter Literatur oder generell von etwas, was man als "Literatur" bezeichnen kann, zu unterscheiden. Ich bin es. Ob es ehemalige FFs oder 3€-Erotik-Romane von der Tankstelle sind, who cares? Dass so ein Hype darum gemacht wird, find ich auch scheiße und kann's nicht verstehen, aber ändern kann ich's eh nicht. Es ist auch nicht wichtig für den Verlauf der Weltgeschichte oder so, es ist die Aufregung in meinen Augen einfach nicht wert. Die Energie, die für mich dabei draufgeht, verwende ich lieber dazu, selber eigene Literatur zu schreiben, von der ich dann sagen kann: das ist von mir, und es ist nicht so ein Schund.
Diese ganze Chose ist ein bisschen wie Justin Bieber oder Rebecca Black oder, was weiß ich, Tokio Hotel vor sechs, sieben Jahren; die sind doch eigentlich nur so bekannt, weil viele Menschen sie so hassen. Wenn sie das nicht tun würden, sondern diesen Hype einfach ignorieren würden, dann wären sie einfach nur weitere Zwei-Jahres-Nummern mit der Zielgruppe der pubertierenden Mädchen, und wären so, so, so schnell vergessen. Tokio Hotel interessiert heute auch keinen mehr, genauso wenig wie US5 oder Vanille Ninja oder oder oder.

Sehr schön fand ich übrigens deinen Vergleich mit dem Werk eines Schreiners. Um das weiter auszubauen: eine richtig gute AH-FF kann ja im Prinzip auch ein wirklich schön geschreinertes Werk sein; nur dass der Schreiner halt die Grundbausteine, also etwa die Bretter für die Unterlage oder einzelnen Regalbretter, nicht selbst zurechtgesägt hat, sondern fertig übernommen hat. Generell hast du damit natürlich Recht – ein Stück guter Literatur ist von Grund auf vom Autor selbst aufgebaut.
Und nix gegen Ikea :o: :lol:

Was bei mir jetzt aber eine Frage aufgeworfen hat:
Sehr lustig ist auch, daß sich sprachlich geschulte Menschen, die eine fremdsprachliche FF übersetzen als die Schöpfung und Verursacher der Lesewonnen sehen und in dem Reviewgebettle für diese wohl gemerkt Übersetzung um Anerkennung für den Fortgang der Story werben, die sie auch noch zu Hauf erhalten. Und dann wenn die in Selbstbewusstsein sulende Autorin sagt - nee dat is mein Ding, dat holt ihr von eurer Seite runter - dann auch noch das Zetern anfangen - weil ihre Arbeit und der Undank.... :facepalm:


Was meinst du damit? Gab's da einen Vorfall, von dem ich nichts weiß? :grübel:
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Re: FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon zaharowen » 07.04.2012, 15:12

Ja Juli - und zwar gab es das schon öfter.

Mir bekanntester Fall ist eben diese MotU Übersetzung und Veröffentlich von Anja Tina, die sich ein kleines ätzendes Gefecht mit der Autorin geliefert haben.
Anja Tina haben ja auch EP und einige andere Sachen übersetzt und - hmm - naja ich finde sie machen das ganz ausgezeichnet, aber sorry et is wirklich blos ne Übersetzung.......da muss man dann nicht zum Kampf aufrufen. Es gibt einige sehr unschöne Bemerkungen im Internet, wo dieses fifty shades of grey wie MotU jetzt heißt rezensiert wird. Da sind die Übersetzerinnenfans sehr fleißig!

Du hast natürlich vollkommen Recht und ich rege mich auch gar nicht auf. Eigentlich wollte ich hier gar nicht mehr antworten, weil es der Mühe nicht wert ist, aber wenn ihr schon mal nen Threat aufmacht..... :whew:

Ja das mit dem Schreinern ist richtig - ein gutes Werk kann inspiriert sein, sollte aber die individuelle Handschrift des MEisters tragen. Und Ikea! Ich liebe Ikea - die Bude meiner Tochter is Voll-Ikea - schön, billig und trendy. Aber halt keine Kunst!
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Re: FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon JulyAnn » 07.04.2012, 15:33

Bäch, ne, solche Stories sind echt nicht schön :shake: das ist dann wohl ein typischer Fall von "abgehoben" – Übersetzung bleibt Übersetzung, und die "Originalrechte" (sofern man bei FFs davon überhaupt sprechen kann) liegen bei dem/der AutorIn.

Ach, der Thread hier ist mMn sogar weniger einer zur "Diskussion", sondern eher eine Meinungsäußerung, und wenn irgendjemand eine Frage zur Meinung eines Anderen hat, dann stellt er sie, und es wird erklärt – zumindest bei diesem Thema, denn da haben wir ja alle mehr oder weniger die gleiche Ansichten.

Und ja, Ikea ist natürlich keine Kunst :lol: in dieser Hinsicht hast du natürlich Recht. Wir lieben es trotzdem alle :nod: :lol:
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Re: FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon LuxAeterna » 07.04.2012, 16:16

Na ja, also ich verstehe deine Argumentation durchaus - nur irgendwie setzt du voraus, dass jede Geschichte, die nicht als FF veröffentlicht wurde, automatisch literarischen Wert hat. Das ist halt nun mal leider so gar nicht der Fall. Auch, was du über die Entstehung gesagt hast:

Für mich ist ein Buch - ein wirkliches Buch - wie das Stück eines guten Schreiners. Jeder einzelne Arbeitsschritt, der das Werkstück entstehen lässt ist wohl durchdacht und mit der Kenntnis des Handwerkes ausgeführt. Kein sichtbaren Flickschustereien sondern saubere den Betrachter in seinen Bann ziehende Handwerkskunst. Wenn ein Autor einem Handwerksmeister gleich ein Buch erarbeitet - eine von Anfang an! eigene Idee, eigene Recherche, wirkliche Arbeit - dann ist er für mich ein Literat.


Herzlich Willkommen in der Verlagswelt, kann ich da nur sagen! Schöne Vorstellung, die du da beschreibst, aber so läuft das leider nicht. Diese "Autor schreibt Buch, schickt es an Verlag, Verlag begeistert und druckt" - Sache ist eine ziemliche Illussion. So läuft das nicht. Die meisten publizierten Bücher enstehen durch Aufträge. Was heißt, Verlag checkt die Bedürfnisse des Marktes, guckt in seine Akten, welcher Autor denn für welches Genre passen könnte, kontaktiert den jeweiligen Autor und sagt "Hey, schreib doch mal ne Story über Vampire. Ne Teenie-Romanze, mit Spannung, Löööve, Jungfrauen und Glitzern."
Dann denkt sich der Autor einen Plot aus, teilt diesen dem Verlag mit, und dann betreut der Verlag vom ersten Kapitel an diese Geschichte. Sprich, der Verlag hat von Anfang an Mitspracherecht.
So traurig das ist - aber so ist leider der meiste Entsehungsweg von Büchern.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wo ein bereits fertiges Manuskript von einem Verlag angenommen wird. Aber das hat dann auch nichts mit Handwerkskunst oder Schreinern zu tun, sondern lediglich mit dem Kennen von den richtigen Leuten.

Und sind wir doch mal ehrlich - Mittelmaß ist ja nicht nur eine Erfindung der FF Welt. Heilige Scheiße, Mittelmaß ist die Definition von dem, was die Bestsellerlisten anführt. Twilight selbst ist ja auch nur Mittelmaß. Das Buch kann man mögen oder nicht, aber von literarischen Wert kann man bei Twilight nun wirklich nicht reden, da sidn wir uns doch alle einig, oder etwa nicht?

Dieser Hype um diese MotU Sache ... Glaubt ihr ernsthaft, die hat es auf Platz 1 der NYT Bestsellerliste geschafft, weil sie von FF Zeiten noch jede Menge Feedback hat? Diese Unterstützung ist sicher goldwert, aber dadurch schafft man es niemals auf Platz 1. Die Autorin arbeitet beim Fernsehen, hat Kontakte ... Noch Fragen, wie dieser Erfolg möglich war? :wink: Fifty Shades ist das Ergebnis eines verdammt gut gelaufenen Marketings.

Und genau das ist immer der Punkt. Marketing. Bestseller werden nicht geschrieben - Bestseller werden gemacht.
Im Prinzip unterscheidet sich diese ganze Buchwelt gar nicht so sehr von der FF-Welt. Es gibt Qualität, es gibt Schrott. Es gibt Hypes um manche Geschichten, den man nicht nachvollziehen kann, und wieder andere Geschichten bekommen keinerlei Aufmerksamkeit, obwohl sie diese mit Recht verdient hätten.

Dass eine FF von Anfang an eine Leserschaft hat, ist für mich das gleiche Prinzip, wie wenn ein Buch von Anfang an von einem oder mehreren Lektoren betreut wird. Und dass ich sich jeder AUtor in seine FF reinquatschen lässt, wage ich mal zu bezweifeln. Ich kann nur von mir reden, da war es nicht so. Im besten Fall werden Plotfehler oder Logikfehler erkannt, die der Autor dann verbessern kann - ist aber das gleiche Prinzip wie bei einem Lektor.
Geschriebenes entsteht immer auf diesselbe Weise. Ob man das nun auf FF.de postet oder eben nicht.

MotU und Ep sind ja nicht mal die einzigen Beispiele. Es gibt da doch noch diese andere Ische ... Wie hieß sie noch? Cassandra Claire oder so. Die Dame hat früher Harry Potter FFs geschrieben, eine davon überarbeitet und durch Kontakte einen Verlag gefunden, der das Ganze druckte. Und nu? Verdient sie Millionen mit ihren Büchern.

Es ist sehr leicht, ein Buch als FF abzustempeln, wenn man WEIß, dass es eine FF war - Aber ob einem das wirklich genauso auffallen würde, wenn man diese Info eben nicht, ist fragwürdig.

Ich finde es einfach ein bisschen Quark, ein Buch deshalb zu verurteilen, weil es mal eine FF war. Ich meine, guck dir die Frau von EP an. Ich hab die FF selbst nur bis zur Hälfte verfolgt und das Buch auch nicht gelesen. Aber sie hat diese mörderlange Story wohl auf ein Drittel gekürzt und mit einer Lektorin komplett grundüberarbeitet. Anders läuft dsa bei einem Verlag auch nicht. Und es steckt trotzdem die gleiche Arbeit in ihrem Buch wie in jedem anderen auch - unabhängig davon, ob die Story mal im Internet war oder nicht.

Fakt ist einfach, dass man nie weiß, welchen Weg ein Buch gegangen ist, wer überall mit reingequatscht hat, bevor man es als Leser in den Händen hält. Teilweise sind Bücher einfach nur ein Produkt dessen, wonach die Masse schreit. Und das finde ich einfach nur lieblos und hat rein gar nichts mit Handwerkskunst oder Liebe zum Schreiben zu tun.

Von einem "Krieg" wegen der damaligen Übersetzung weiß ich nichts. Kann schon verstehen, dass es einem stinkt, wenn man sich die Mühe einer Übersetzung macht, und dann gezwungen wird, diese zu löschen, weil die Autorin plötzlich ne andere Idee hat. Oh ja, ich kann sehr verstehen, dass einem das stinkt. Aber na ja, letztendlich liegen die Rechte bei der Autorin, und sie entscheidet, was sie macht. Kann man sich drüber ärgern, zu recht mit Sicherheit auch, aber letztendlich muss man es wohl irgendwie hinnehmen. Was anderes bleibt einem wohl nicht.
Wenn es stimmt, was du sagst, und ehemalige Anhänger nun einen Rezensions Krieg eröffnet haben ... Puh, ist natürlich schon fragwürdig. Wobei ich das auch nicht ganz verstehe, weil es ja offenbar ehemalige Fans dieser Geschichte waren. Ein bisschen widersprüchlich, etwas zu boykottieren, dass man eigentlich selbst mal gut fand. Und ich frage mich auch, was es bringt. Wenn man gerade ein Angebot für 5 Millionen Dollar wegen der Verfilmungsrechte seines Buches bekommen hat, juckt es einem vermutlich nicht mal im kleinen Zeh, dass ein paar negative Kritiken von ehemaligen, wütenden Fans auftauchen.

Ja das mit dem Schreinern ist richtig - ein gutes Werk kann inspiriert sein, sollte aber die individuelle Handschrift des MEisters tragen.


Genau das sehe ich eben anders. Auch eine FF trägt die Handschrift des "Meisters" .
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Re: FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon LuxAeterna » 07.04.2012, 21:35

Nachtrag: Hab gesehen, dass Goldmann die Übersetzungsrechte gekauft hat und das Buch bald auch in Deutsch zu haben sein wird.
Man man man, das ist schon echt ne krasse Scheiße ...
Ich glaube, ich schreibe jetzt auch einen Hausfrauenporno. Meine Güte.
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Re: FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon mäusekönig » 08.04.2012, 11:11

@zaha: also irgendwie verstehe ich dich nicht :grübel:

ich fand dubby anfang da total passend, weil mir genau der gleiche gedanke bei deinem post gekommen ist:
dubby hat geschrieben:nur irgendwie setzt du voraus, dass jede Geschichte, die nicht als FF veröffentlicht wurde, automatisch literarischen Wert hat.


und das ist eben ja wirklich der fall. hat dubby mMn ausreichend und treffen beschrieben, das einzige, was ich da noch hinzufügen wollen würde, wäre, dass man da wieder zu der grundsatzdiskussion kommen müsste: ab wann ist denn literatur literatur? nach deiner aussage, zaha, wäre tirvial- und unterhaltungsliteratur ja keine literatur ... aber was denn dann? sind nur klassiker wie goethe literaten? (und gerade bei goethe, dessen ~literarischer nachlass zu ... weiß nicht, mind nem drittel? aus anzüglichen briefchen besteht?) warum sollte ovid literatur sein? nur weil er zufällig der erste war, der ne ganze reihe von plots aufgeschrieben hat?

Du sagst, dass du auf der einen Seite selbst weißt, dass jeder Autor von irgendwas beeinflusst wurde oder seinen Plot nur von irgendwas anderem abgeleitet und ausgebaut hat - aber Literatur ist für dich nur, wenn etwas von Grund auf Eigen ist - daraus schlussfolgere ich dann, dass es keine Literatur gibt, ja?

und zu dem was july gesagt:
ich verstehe ganz ehrlich nicht, was immer alle gegen massenunterhaltung haben. also natürlich ist der negative effekt, dass durch das hypen willkürlich ausgesuchter medien andere inhalte kaum an öffentlichkeit gewinnen, aber darum gehts ja bei unterhaltung auch nicht. der mensch will unterhalten werden, der mensch muss entspannen und abschalten - dafür sind die medien da. auch dafür, dass sie dem menschen bereits die selektion abnehmen, mit was er sich entspannen soll, und dass sie ihm die inhalte so servieren, dass er sich wirklich nicht anstrengen muss, um sie zu rezeptieren - dafür hat der mensch die struktur "medien" erschaffen. unterhaltung gehört seit alltagsher zu jeder kultur dazu und ist psychisch genauso wichtig wie soziale kontakte usw - ist bei tieren ja auch nicht anders (weil wir ja eben auch alle tiere sind). und natürlich ist es sehr viel einfacher, einer sache öffentlichkeit zu verschaffen, die viele menschen mit einmal begeistern kann, als tausend kleine sachen, die immer nur wenige anhänger finden. wie soll der auftrag "unterhaltung" denn auch anders zu bewältigensein? das ist eben genau das, was dubby so schön mit "willkommen in der verlagswelt" erklärt hat: institution "medien" wäre ja schön blöd, wenn es passiv drauf warten würde, dass irgendwer mit der rettenden buchidee kommt, sodass "medien" aufatmen können a la "hallelujah, darauf haben wir gewartet, das rettet uns aus der misere, den menschen unterhalten zu müssen" - natürlich sind sie aktiv, erkennen was der markt will und kümmern sich drum, das zu kriegen. natürlich super, wenn dann gerade ein autor mit nem passenden manuskript vorbei kommt, aber doch auch viel einfacher, wenn man einfach zu nem autor gehen kann, von dem man weiß, der kriegt das schon irgendwie hin, und dem sagt: hier, mach doch mal sowas.

ich finde es eigtl ziemlich unpassend, menschen als dumm zu verteufeln, weil sie massentaugliche inhalte nutzen - das ist wie den menschen für unfähig zu deklarieren, weil er ohne andere menschen vereinsamen oder ohne Essen verhungern würde. allgemeine unterhaltungsliteratur gehört genauso zur kultur wie die höchste lyrik - mal abgesehen davon, dass man hier auch nur streiten kann, ob "höchste" lyrik nicht auch einfach nur unterhaltung ist, aber das verschiedene menschen eben verschieden wahrnehmen. der eine sagt halt: gott, seid ihr dumm, dass ihr so einen schund diesem edlen werk vorzieht - und die andere seite denkt sich aber: gott, sind die dumm, dass sie sich mit so einem hochgestochenen scheiß rumschlagen, anstatt mit diesem tollen werk auf reisen zu gehen.
es ist und bleibt immer eine frage des geschmacks und geschmack zu verurteilen ist und bleibt einfach sinnlos.

und zum abschluss: jetzt aber noch namentlich über völlig diskussionsfremde autoren unseres fandoms zu ranten, finde ich ziemlich fehl am platz.
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Re: FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon JulyAnn » 08.04.2012, 15:48

Sorry, wen's falsch rübergekommen ist, aber gegen Massenunterhaltung hab ich auf keinen Fall was :shake: und Massenunterhaltung muss auch nicht gleich schlecht sein – siehe Hunger Games oder Stieg Larsson oder Simon Beckett oder, damn, Harry Potter und Herr der Ringe :lol: das ist ja alles Massenunterhaltung in dem Sinne, dass es viele Fans hat. Was mich nur nervt, ist schlechte Massenunterhaltung, die trotzdem von allen in den Himmel gelobt wird. "Ich lese sonst nicht, aber Twilight ist das beste Buch auf der Welt" - :öy: ?? Auf so etwas bezog ich mich. Gegen Hypen an sich hab ich nichts, weder was Bücher, noch was Filme oder Serien oder Comics oder sonst was betrifft - wenn's halt gut ist, versteh ich's sogar :überfragt: aber dann gibt's Hypes für Sachen, bei denen ich einfach nur den Kopf schütteln kann, die literarisch etc. einfach totaler Schwachsinn sind. Mittelmaß, ja – aber seit wann hypt man Mittelmaß? Das geht mir einfach nicht in den Kopf. Jaja, Marketing und so, I get it :roll: da werden Leute wie Paolini als der nächste Tolkien verkauft und die Leute fallen immer wieder drauf rein. Das ist das, was ich nicht verstehe. Man kann den normalsten "Vom Tellerwäscher zum Millionär"- oder "Aschenputtel"- oder "Übernatürliche Romanze"-Plot als erstklassige Geschichte umsetzen. Stattdessen scheren sich Tausende, Millionen von Fans um ein Buch, das lediglich Mittelmaß ist.
Wahrscheinlich kommt der Gedanke nicht ganz so rüber, wie ich ihn tatsächlich habe – das Problem beim Posten ist ja, dass man den Unterton nicht hört :'D


@dubby:
Traurige Realität :überfragt: was kann man da mehr sagen.


Genau das sehe ich eben anders. Auch eine FF trägt die Handschrift des "Meisters" .


Kommt eben auf die FF an. :überfragt: Manche mehr, manche weniger. Manche FFs haben einfach nichts mehr mit dem Original zu tun und sind mehr Prosa als alles andere – "Monster" von papi oder Cakeward von lachmaus oder was weiß ich. Aber das ist eben die Ausnahme.
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Re: FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon lebkuchenherz » 08.04.2012, 18:35

hmmm July, ich glaube diese "schlechte" Massenunterhaltung ist auch wieder so ne Geschmackssache. Was ist schlecht? Platt, gut, aber es gibt Leute, die mögen sowas einfach, weil es einfach ist.
Twilight zum Beispiel. Jeder hier hat es gelesen und jeder hier fand es sicher auch für eine gewisse Zeit gut und fesselnd. Es unterhält und das obwohl es so einfach ist. Und es hat Menschen zu Büchern greifen lassen, die noch nie in ihrem Leben eines gelesen haben. Und das finde ich gut! Denn solchen Menschen wurde vielleicht durch so etwas Einfaches wie Twilight gezeigt, dass lesen toll ist und vielleicht wird auch der ein oder andere von diesen Menschen mal zu einem weiteren Buch greifen und seinen Horizont erweitern.

Aber eigentlich hat das ja mit der Grunddiskussion nix mehr zu tun. Ich unterschreibe das, was lachmaus gesagt hat. Über Geschmack zu diskutieren... das bringt nichts. Wir sind nicht alle gleich, jeder ist individuell und mag unterschiedliche Sachen. Und so krass das jetzt klingen mag... nicht jeder Mensch hat den gleichen Intelligenzquotienten. Sprich, es gibt Leute, die verstehen Werke wie Faust nicht, die wohlen dann eben leichte Lektüre wie Twilight und Co. Wie lachmaus sagte, es dient zur Unterhaltung, zum Abschalten. Und wenn ein Mensch das bevorzugt, ist das doch okay. Und wenn er es dann Hypen will, warum nicht. Man muss ja als Außenstehender nicht jeden Hype mitmachen. :überfragt: Man macht ja auch nicht jeden Modetrend mit oder sieht sich jeden Film an, der im Kino läuft.

Ich finde einfach, dass man da nicht allgemein Gruppieren kann in gute und schlechte Massenunterhaltung. Das kann nur jeder Mensch für sich alleine. Weil was der eine gut findet, findet der andere schlecht oder langweilig. Und ich denk auch einfach, dass man darüber zwar ruhig den Kopf schütteln kann, aber herrgott, dann soll die Frau ihre FF eben veröffentlichen und vermarkten, Sex sells, dass wissen wir ja alle und sie hat bestimmt damit auch ein bisschen Arbeit. Also warum nicht, sie arbeitet ja irgendwo für ihr Geld. :überfragt: So denke ich zumindest darüber.
:kiss:
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Re: FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon JulyAnn » 08.04.2012, 19:12

Irgendwo muss ich dir Recht geben – und über Geschmack zu diskutieren, bringt gewohnheitsmäßig wirklich absolut nichts :lol: deswegen werd ich jetzt an dieser Stelle auch die Klappe halten - ich hab meine Meinung geäußert und ich find's absolut okay, wenn jemand anders darüber denkt. Herrgott, ich versteh ja auch irgendwo, dass man ab und zu mal einfache~ Bücher lesen will – will ich ja auch (hin und wieder) – auch wenn mir immer noch nicht in den Kopf geht, wie man da hypen kann, aber gut :'D Das ist Einstellungs- und Charaktersache und hat sogar nicht einmal unbedingt was mit Intellekt zu tun, wenn man mal die persönlichen Urteile und so weiter rauslässt :überfragt:

Solange die mich mit meinem ASoIaF und First Law und Kingkiller Chronicles und meinem ganzen restlichen Fantasykrams in Ruhe lassen, sollen die doch Fifty Shades of Grey lesen oder was auch immer sie auch lesen mögen :überfragt: :lol:

(außerdem nehme ich mir ja doch heraus, dass ich irgendwann mal nen Weltbestseller schreiben werde :o: ... in der High-Fantasy-Nische ist das vielleicht sogar ein bisschen anders als in den anderen Genres, könnte ich mir vorstellen, weil das eigentlich immer einigermaßen gefragt ist :grübel: aber gut, das gehört jetzt eigentlich nicht hierher :grinundwech: )
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