FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...




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Re: FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon Ro- » 26.09.2012, 20:15

Zuallererst sei gesagt, dass man wohl völlig aus dem Häuschen ist, wenn die eigene Geschichte bei einem Verlag aufgenommen wird. Der große Traum ist in Erfüllung gegangen, was will man mehr :D Damit hat man fürs Leben ausgesorgt. Nicht jeder, aber viele.

Originalplots gibt es wohl kaum noch, denn wenn wir uns alle Bücher dieser Welt ansehen und vergleichen würden, dürfte so gut wie jedes Szenario mindestens einmal aufgeschrieben worden sein und der Autor einer FF bedient sich oft bei Büchern, Filmen, Liedern etc. klatscht nen Edward und ne Bella in irgendeiner Form hin und fertig ist der Plot.
Ja, Twilight selbst hat auch viele Elemente aus anderen Werken. Also soo "neu" ist nichts mehr. Meine Meinung. Jeder klaut von jedem, machen wir uns nichts vor.

Ich neide niemanden, der es mit einer FF in die Weltbestsellerlisten schafft, wundere mich nur wie es diesen Leuten gelungen ist.

Wie zum Beispiel bei Motu oder Sog, wie immer man es nennen mag. Ich kannte die Originalfassung der Twilight FF NICHT, wusste ja nicht mal, dass es eine FF war als ich das erste Buch gelesen habe. Aus dem einfachen Grund, dass mich englischsprachige FFs nicht interessieren.
Es fasziniert mich, dass man mit einer großen Fanbase und viel Mundpropaganda (die bei dem Buch allerdings fehlgeleitet war, finde ich) so viel erreichen kann. Über das Buch selbst kann man ja denken, was man will.


Folgende Dinge aber verstehe ich nicht bei einigen Beiträgen nicht ...

mMn ist das von FF zu FF unterschiedlich; wenn man sich allein bzw. gerade den AH-Sektor von Twilight ansieht, gibt's da haufenweise Stories, die mit dem Original tatsächlich nur die Namen gemeinsam haben, der Rest ist komplett vom Twilight-Universum losgelöst. Da sehe ich auch keinen Grund, wieso die Autoren da nicht veröffentlichen sollten (über den tatsächlichen literarischen Wert und die Qualität des Buches kann man ja streiten) ... Andere Fanfics dagegen sind so eindeutig Fanfics, dass die Verbindung einfach nicht mehr zu brechen ist. Also dass zB im Laufe des Buches Bella, auch wenn sie jetzt Esmeralda heißt, von Giacomoward vor einem Auto gerettet wird, er sie nachts beim Schlafen beobachtet und dann schließlich verlässt, weil sie zu gut für ihn ist oder er sich in zwielichtigen Kreisen bewegt und nicht will, dass sie da mit reingezogen wird. Wenn das jetzt zB auch von Anfang an als Esmeralda&Giacomo geschrieben wurde, dann hat das doch trotzdem mehr mit Twilight zu tun als zB EP oder Goodnight, Noises Everywhere oder von mir aus auch Master of the Universe.


Ehm, JulyAnn, so sehe ich das nicht.
Viele AH FFs mögen (angeblich) nur noch im entferntesten was mit dem Original Twilight was zu tun haben, aber auch in denen finden sich wichtige Aspekte (Charakterzüge) wider. Das ist bei einigen AH FFs sogar ausgeprägter als bei normalen FFs (wie das wohl geht *haha*) Gerade bei deinem letzten Absatz muss ich schmunzeln.
Master of the Universe ist in meinen Augen eine vollwertige FF, die selbst als SoG kaum vom Fandom losgelöst werden kann. Charaktäre wurden umbenannt und ein paar Deails verändert, aber trotzdem sind Edward und Bella unverkennbar. Allein, wenn ich mir ihr erstes Treffen vor Augen führe - Bella ... äh Ana fällt Chistian direkt vor die Füße

Wie man MotU aber verfilmen möchte, geht mir echt nicht in den Kopf. Zugegeben, ich hab's nicht gelesen, aber man hört ja genug – und laut dem, was man halt so hört *hust*, spielen gerade die Sexszenen zwischen Bella und Ed, äh, sorry, dem Grey-Typen und wie hieß die Ische?, egal, zwischen den beiden Hauptcharakteren eine zentrale Rolle...porn much?
Was nicht heißt, dass ehemalige Fanfictions sich nicht gut für Verfilmungen eignen können. Da kommt es echt ganz aufs Werk an.


MotU kann man sehr wohl verfilmen. Das weiß man aber auch erst, wenn man nicht auf die Mundpropaganda hört. Neben den ganzen witzigen Lemons (für mich sind sie witzig bis unmöglich). Wenn man Freiraum für mehr Tiefe lässt, kann es durchaus eine gute Verfilmung werden, die besser als das Buch sein könnte. (vielleicht nur mein Wunschdenken)
Mit Porno hat das ganze nichts zu tun, auch wenn ich das zu Anfang auch gedacht habe.
Und genau mit deinem letzten Satz hätte ich mehr von dir hören wollen. Was im Gegensatz zu MotU bitte verfilmungsreif sein könnte.

Ich habe schon immer die Leistung einiger Autoren - einen tollen Plot in eine tolle ff zu packen bewundert und finde es toll, daß ich derartige Werke im Internet - for free - lesen kann. Allerdings - und ja steinigt mich - auch EP ist für mich immer noch eine ff - kein literarisches Werk. Obwohl diese FF mit Sicherheit heraussticht, da sie hervorragend aufgebaut ist, Zeitbezug hat und ein amerikanisches Thema sehr nett angeht. Ich sage nett, nicht gut, denn zu dem Mix an Themen in EP gibt es noch viel anderes zu sagen und im Endeffekt ist es wie in vielen anderen Romanen an der finalen Brutalität der wirklich machbaren RL Realität gescheitert. (nein Witch wir müssen dafür keinen Threat aufmachen, das ist meine subjektive private Meinung und dafür muss ich mich nicht rechtfertigen )


zaharowen, wenn ich das jetzt richtig verstehe, sind für dich "richtige Bücher" ohne Vorlage im Kopf des Autors entstanden "literarische Werke"? Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber im allgemeinen gilt alles, was jemals geschrieben wurde als "literarisches Werk". Für dich nun nicht, aber da musst du mir etwas genauer geben, was du im Gegensatz zu FFs als richtige Werke ansiehst.

es geht weiter mit:

Aber und jetzt kommts - wenn dann diese Autorin einen Verlag gefunden hat, der ihr Werk publiziert - unter welchem Genre, welcher Rubrik auch immer - wenn dann die frenetisch kreischende Fangemeinde auch noch laut nach einer Verfilmung quiekt, dann sorry wende ich mich angepisst um, zücke meinen Ovid und kehre gerne zu den Wurzeln der Literatur zurück.


Zugegeben, nicht jedes Werk muss verfilmt werden, aber ich erinnere an dieser Stelle gerne daran, dass es auch viele gute Literaturverfilmungen gibt und in manchen Fällen sind diese sogar besser, als das geschriebene Wort.

Thomas Manns "Zauberberg"- als Buch, Nobelpreisträger hin oder her - totlangweilig, der Film hingegen überzeuge mit guten bildern und der notwendigen Straffung der Handlung, oder, um ein anderes Genre zu bedienen, die Verfilmung der Ring-Trologie. Sowohl Buch als auch Verfilmung ein wahres Meisterwerk.


Für mich ist ein Buch - ein wirkliches Buch - wie das Stück eines guten Schreiners. Jeder einzelne Arbeitsschritt, der das Werkstück entstehen lässt ist wohl durchdacht und mit der Kenntnis des Handwerkes ausgeführt. Kein sichtbaren Flickschustereien sondern saubere den Betrachter in seinen Bann ziehende Handwerkskunst. Wenn ein Autor einem Handwerksmeister gleich ein Buch erarbeitet - eine von Anfang an! eigene Idee, eigene Recherche, wirkliche Arbeit - dann ist er für mich ein Literat.


Hier kommen wir dem Knackpunkt schon näher, aber hier sage ich: auch jemand der FFs schreibt (AU, AH whatever) betreibt Recherche und hat wirkliche Arbeit. (wenn er sein Herzblut reinsteckt, was viele tun, wenn ich an Vivian denke)


dubby, bei dir hab ich nur ein Problem:
Man man man, das ist schon echt ne krasse Scheiße ...
Ich glaube, ich schreibe jetzt auch einen Hausfrauenporno. Meine Güte.



Man kann ein Buch, dessen Inhalt viel mit Sex zu tun hat, schnell als Hausfrauenporno abstempeln. Ich tu es bei vielen FFs, die anders nicht zu beschreiben sind außer als "Porno", aber wieso ist das scheiße? Immerhin muss diese Zone auch ausgefüllt werden. Es gibt Leute, die lesen gern Porno, was ja oft als Erotik vergekauft wird. Schreib einen, vielleicht wirst du auch berühmt. ;)


Ich unterschreibe im Übrigen alles, was Lebkuchenherz und Lachmaus geschrieben haben. Geschmäcker sind verschieden und jeder hat eine andere Weltsicht. Kein persönlicher Angriff gegenüber jemanden von euch, wenn das so rübergekommen ist, sorry.

(ich hoffe, der Beitrag ist jetzt richtig __-__)
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Re: FFs - Prosa - Bücher - Verfilmung...

Beitragvon LuxAeterna » 26.09.2012, 20:37

Zuallererst sei gesagt, dass man wohl völlig aus dem Häuschen ist, wenn die eigene Geschichte bei einem Verlag aufgenommen wird. Der große Traum ist in Erfüllung gegangen, was will man mehr :D Damit hat man fürs Leben ausgesorgt. Nicht jeder, aber viele.


Kurze Insiderinfo: Nope, Irrtum. Genau 2% aller Autoren auf der ganzen Welt können von ihren Buchverkäufen leben. Das ist ein ziemlich magerer Schnitt.

Wie zum Beispiel bei Motu oder Sog, wie immer man es nennen mag. Ich kannte die Originalfassung der Twilight FF NICHT, wusste ja nicht mal, dass es eine FF war als ich das erste Buch gelesen habe. Aus dem einfachen Grund, dass mich englischsprachige FFs nicht interessieren.
Es fasziniert mich, dass man mit einer großen Fanbase und viel Mundpropaganda (die bei dem Buch allerdings fehlgeleitet war, finde ich) so viel erreichen kann. Über das Buch selbst kann man ja denken, was man will.


Mit einer FF Fanbase, auch wenn es viele Fans sind, schafft man es nicht in die Bestsellerlisten. Die Autorin arbeitete beim Fernsehen und hatte Kontakte. Da lief ein sehr gutes Marketing. Auf den FF-Erfolg ist der richtige Erfolg nicht zurückzuführen.

Man kann ein Buch, dessen Inhalt viel mit Sex zu tun hat, schnell als Hausfrauenporno abstempeln. Ich tu es bei vielen FFs, die anders nicht zu beschreiben sind außer als "Porno", aber wieso ist das scheiße? Immerhin muss diese Zone auch ausgefüllt werden. Es gibt Leute, die lesen gern Porno, was ja oft als Erotik vergekauft wird. ;)


Da gebe ich dir absolut Recht. Ich sagte das auch, bevor ich das Buch gelesen habe. Man sollte sich nie ein Urteil über ein Buch machen, bevor man es nicht gelesen hat. Zwar hat mich das Buch auch im Nachhinein nicht überzeugt, aber ich hatte eien ganz andere Vorstellung davon gehabt. Ich dachte, Fifty Shades wäre so etwas ähnliches wie "The Perfect Wife" (wenn dir der Titel etwas sagt). Darin habe ich mich getäuscht.

Schreib einen, vielleicht wirst du auch berühmt.


Hab ich nicht nötig, bin schon berühmt :engel:
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