The King Killer Chronicle/ Die Königsmörder-Chronik




Ihr wollt ein Buch vorstellen? Weil es besonders gut oder vielleilcht sogar besonders schlecht war? Hier rein!

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The King Killer Chronicle/ Die Königsmörder-Chronik

Beitragvon Cicilien » 15.05.2011, 13:36

So, ich dachte ich teile meine neusten und dennoch einer der ältesten Schätze mit euch.
Teil eins gibt's seit 2007, Teil zwei seit einigen Monaten.

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Autor: Patrick Rothfuss
Genre: Heroic Fantasy
Sprache: Englisch (beide Bände), Deutsch(bisher nur der erste erhätlich)

Einzeltitel:
1. The Name of the Wind/ Der Name des Windes
2. The Wise Man's Fear/ Bisher nicht veröffentlicht

Persönliche Meinung:
Im Grunde sagt die unten angeführte Rezension alles.
Toll geschrieben, faszinieren und absolutes Suchtpotenzial

Rezension von Amazon
http://www.amazon.de/Name-Wind-Kingkill ... 210&sr=1-1

"Zahlreiche Legenden umranken Kvothe, den berühmt berüchtigtsten Zauberer und Musiker aller Zeiten - Geschichten von Genius, Schönheit und Heldentum sowie Ignoranz, Verrat und abscheulichen Verbrechen.
Ein eifriger Chronist will das Gespinst aus Lügen und Wahrheit durchdringen und spürt den Zauberer in einem Provinznest auf, wo er in einer Taverne arbeitet und auf das endgültige Vergessen wartet. Nur widerwillig teilt Kvothe seine Erinnerungen. Doch manchmal müssen Helden daran erinnert werden, dass sie Helden sind und gebraucht werden.
[...]
Der Protagonist Kvothe ist der Angelpunkt des Buches und der gesamten Trilogie. Man begegnet ihm in der 3. Person Gegenwart als gebrochenen Mann, der widerwillig seine Memoiren diktiert sowie als Ich-Erzähler, der seine Kindheit als Teil einer Wandertruppe und Jugend an der Universität für Magie wiederaufleben lässt. Was sich nach Opas öder Erzählstunde anhört, nach altbekanntem Fantasykonzept, entpuppt sich als packender Entwicklungs- und Abenteuerroman. Kvothe ist ein vielschichtiger und faszinierender Charakter. Obwohl man ihm in der Ich-Form rasch nahe kommt, bleibt ein Teil von ihm undurchsichtig. Trotz seiner Talente ist er menschlich. Er begeht Fehler, aus Unwissenheit, Arroganz oder Unbesonnenheit (viele seiner späteren Probleme und sein schlechter Ruf gründen darin) und wird durch seine schwierigen Lebensumstände aufgehalten. DER NAME DES WINDES ist das erste Fantasybuch, das ich gelesen habe, in dem Geldmangel ein gravierendes Dauerhindernis für den Hauptcharakter ist. Gerade diese Menschlichkeit macht Kvothe so sympathisch.
Obwohl das Buch streckenweise düster ist, wird es durch Lebensfreude gepaart mit intimen Momenten aufgehellt.
Einziger Wehmutstropfen ist, dass der Leser wenig von den aktuellen Zuständen in Kvothes Welt erfährt - es gibt allenfalls Andeutungen von einem kürzlich beendeten Bürgerkrieg (an dem Kvothe mitschuld gewesen sein soll) und einer magischen (Monster-)Plage. Aber die gegenwärtige Situation steht auch nicht im Mittelpunkt des Buches, sonders Kvothes Vergangenheit. Ich schätze, dass Rothfuss im zweiten Band von Kvothes Abenteuern als Erwachsenen erzählen und im dritten Band die 'Gegenwart' weiterlaufen lassen wird (nach dem Motto: Memoiren als Therapieform für einen gefallenen Helden). "


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(Quelle:http://maischeph.wordpress.com/)


lg :)
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„Die Welt wie wir sie bisher kannten, wird es bald nicht mehr geben. Wir ziehen wieder in den Krieg! Die schwarze Bruderschaft erhebt sich erneut, um ihren rechtmäßigen Thron einzufordern und niemand wird uns dabei aufhalten. Aro muss sterben! Wir werden die ganze unsterbliche Welt in Atem halten, denn nun heisst es siegen oder für immer fallen!
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Re: The King Killer Chronicle/ Die Königsmörder-Chronik

Beitragvon Dibbii » 15.05.2011, 14:32

hab ich gerade vor ein paar tagen fertig gelesen. wasn zufall :lol: eine freundin meinerseits hats mir empfohlen, die vollkommen begeistert war. ich für meinen teil muss sagen, dass man das ganze buch auch halb so lang hätte gestalten können (mein gott, eh man die ~850 seiten gelesen hat), aber rothfuss packts trotzdem, das ganze ding interessant darzustellen, so gewöhnlich die situationen auch sein mögen.
bin mal gespannt, wie das ganze weiterläuft :nod:
aber schönes buch. :smile:
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Re: The King Killer Chronicle/ Die Königsmörder-Chronik

Beitragvon JulyAnn » 15.05.2011, 15:31

Uh, ich hatte es es seit ein paar Jahren im Fokus, habs mir aber erst vor ein paar Wochen beim Deutschlandbesuch gekauft und bin schon sehr gespannt :tiptap: Danke fürs Vorstellen!

watn Zufall :lol:
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Re: The King Killer Chronicle/ Die Königsmörder-Chronik

Beitragvon Cicilien » 15.05.2011, 16:12

Haha, witzig.
Zugegen, vieles hätte man um einiges kürzer fassen können und an das miste erinnert man sich nach dem lesen nicht mehr, aber ich würde mich von der Fülle nicht beeindrucken lassen. Auch wenn man das meiste wieder vergisst, schafft es unterbewusst doch ein tolles Feeling im Allgemeinen. Gerade die Ausführlichkeit prägt dieses Buch, das mir als Leser ein ganz besonderes Gefühl gegeben hat. Man taucht regelrecht hinein in diese Welt und hat am Ende ein Gefühl der Zugehörigkeit.
Wie wenn man mit alten Freunden rumhängt, die man schon so lange kennt, dass man garnicht mehr alles aufzählen kann, was man mit ihnen erlebt hat.
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„Die Welt wie wir sie bisher kannten, wird es bald nicht mehr geben. Wir ziehen wieder in den Krieg! Die schwarze Bruderschaft erhebt sich erneut, um ihren rechtmäßigen Thron einzufordern und niemand wird uns dabei aufhalten. Aro muss sterben! Wir werden die ganze unsterbliche Welt in Atem halten, denn nun heisst es siegen oder für immer fallen!
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Re: The King Killer Chronicle/ Die Königsmörder-Chronik

Beitragvon AbraCadaver » 24.05.2011, 09:02

Ui das hab ich "damals" bei der Erscheinung rezensiert und war begeistert.
Hab ja schon viel fantasy gelesen und dieses Buch ist echt weit vorn!


Besonders gut gefallen mir die Charaktere:
Die Charaktere wirken sehr lebendig. Wenn man das Buch liest, kann man sich so richtig in die Situation hineinversetzen und mitfühlen.
Meister Hemme ist ein typischer Lehrer, der wohl sicherlich viele Leser an jemanden aus der Realität erinnert. Um es kurz zu fassen, er verhält sich gegenüber den Studenten recht geringschätzig, verteilt bei den kleinsten Vergehen schon Strafen, ist aber bei den Studentinnen nicht ganz so streng... Als Kvothe ihn vor seinen Mitstudenten blamiert, kommt beim Lesen richtig Schadenfreude auf.
Der wohl unterhaltsamste Charakter ist der etwas verrückte Lehrmeister Elodin. Es ähnelt einem Wunder, wenn man es fertigbringt von ihm eine sinnvolle Antwort auf eine Frage zu bekommen, denn er spricht gern in Rätseln. Manchmal wirkt er etwas abwesend und lächelt zwar überaus freundlich, aber in unpassenden Momenten. Er hat sehr außergewöhnliche Methoden seine Studenten auf die Probe zu stellen, da kann es schon mal zu Knochenbrüchen kommen. Schon bald erfährt Kvothe, dass Elodin einige Zeit in einem eigens für verrückte Magier errichteten Irrenhaus verbringen musste.
Nicht zu vergessen ist der adelige Ambrose, der auch für interessante Szenen sorgt. Er kann Kvothe überhaupt nicht leiden. Es kommt ständig zu Auseinandersetzungen. Der Adelige nutzt natürlich seine finanzielle Macht und Kvothe kontert mit seiner Gerissenheit.

In diesem Buch trifft man aber auch auf viele Klischees, wie zum Beispiel die besonderen Talente des Hauptcharakters. Des weiteren kommt es auffällig oft zu glücklichen Zufällen, die Kvothes aus der Klemme helfen. Dennoch macht es Spaß dieses Buch zu lesen. Kvothe hat auch seine Schwächen und macht Fehler. Der Schreibstil ist sehr überzeugend und da werden sogar scheinbar uninteressante Szenen spannend.
Bin zur Zeit inaktiv.
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Re: The King Killer Chronicle/ Die Königsmörder-Chronik

Beitragvon JulyAnn » 01.08.2011, 14:49

Alter, war das gut :shock: :shock: Hatte ich gar nicht so gut erwartet und dann das :shock: Hat mich richtig gepackt, hab sozusagen drei Tage durchgelesen. Aber auf englisch, wie das auf Deutsch ist, weiß ich nicht. Ich kann mir aber andererseits auch nicht vorstellen, dass man das übersetzen kann und es genauso toll bleibt. Ein Teil der awesomeness liegt wirklich in der Sprache des Autors.
Die Story hat mich geplättet, einerseits total kreativ, andererseits auch völlig "realistisch" – und damit wieder so ~innovativ. Kvothe und all die Anderen wirken unheimlich menschlich und real, ich bin echt gespannt, wie es weitergeht. Weil damn, das war erst der Anfang. :shock:

Einer meiner absoluten Lieblingsstellen war übrigens die Legende von diesem Typen da ... öhm, Lanre, seh ich grad ... und seiner Frau (Lyra :mrgreen: ), als sein (vorläufiger) Tod beschrieben wird ...


Lanre fought the beast and killed it. Lanre bought victory to his side, but he bought it with his life.
After the battle was finished and the enemy was set beyond the doors of stone, survivors found Lanre's body, cold and lifeless near the beast he had slain. Word of Lanre's death spread quickly, covering the field like a blanket of despair. They had won the battle and turned the tide of the war, but each of them felt cold inside. The small flame of hope, that each of them cherished began to flicker and fade. Their hopes had hung on Lanre, and Lanre was dead.
In the midst of silence Lyra stood by Lanre's body and spoke his name. Her voice was a commandment. Her voice was steel and stone. Her voice told him to live again. But Lanre lay motionless and dead.
In the midst of fear Lyra knelt by Lanre's body and breathed his name. Her voice was a beckoning. Her voice was love and longing. Her voice called him to live again. But Lanre lay cold and dead.
In the midst of despair Lyra fell across Lanre's body and wept his name. Her voice was a whisper. Her voice was an echo and emptiness. Her voice begged him to live again. But Lanre lay cold and dead.
Lanre was dead. Lyra wept brokenly and touched his face with trembling hands. All around men turned their heads, because the bloody field was less horrible to look upon than Lyra's grief.
But Lanre heard her calling. Lanre turned at the sound of her voice and came to her. From beyond the doosr of death Lanre returned. He spoke her name and took Lyra in his arms to comfort her. He opened his eyes and did his best to wipe away her tears with shaking hands. And then he drew a deep and living breath.


... usw. Und dann als Lyra stirbt :weinen:
Lanre said nothing, and from his silence Selitos knew that Lyra was dead.



Die ganze Atmosphäre in dem Buch ist gespenstisch, ergreifend, ~haunting. Die Handlung atmet richtig. Die Rahmenhandlung (die, wie ich hoffe/ahne, später die Haupthandlung wird...irgendwie) ist ja, dass Kvothe sein Leben erzählt. Die Interludes holen einen zwischendurch immer wieder in die "Gegenwart" zurück und man fragt sich: wie ist Kvothe von diesem Jungen, der er in seiner Erzählung ist, zu dem Kvothe der Gegenwart geworden? Denn mit diesem Buch ist die Erzählung noch nicht vorbei.
Schließlich heißt es auch so:

Day One – The Name of the Wind

... und er wird drei Tage brauchen, um seine Geschichte zu erzählen. 8) Ich warte sehnsüchtig darauf, mir das zweite Buch zu kaufen.
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