Welche englischen Fics lest ihr gerade?




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Re: Welche englischen Fics lest ihr gerade?

Beitragvon mäusekönig » 06.05.2010, 23:15

Cold Roses hat geschrieben:Ich lese nicht mehr, aber habe sie letzte Woche an einem Tag komplett durchgelesen, weil sie einfach so..... berührend war.

Awake in the infinite Cold von quothme
http://www.fanfiction.net/s/5440286/1/A ... inite_Cold

Also die Story ist AH, E&B und Edward ist in keiner Weise stark, intelligent, unfehlbar,... sondern eigentlich genau das Gegenteil. Er ist ein bisschen ein Gemisch aus Art aus How To Be und Edward, wenn man so will. Aber eigentlich noch anders. Ist auch egal, denn sein Charakter wird wunderschön aus Bellas Perspektive in der Story eingeführt.

Die Geschichte ist komplettes heartfail und ich habe gelacht und aber vor allem geweint weil das einfach so.... unglaublich ist. Einige Sätze sollte man drei mal lesen und sich danach direkt an die Wände schreiben oder wahlweise auf den Oberschenkel tätovieren.

Obwohl es jetzt schon eine Woche her ist, dass ich die Geschichte gelesen habe, muss ich immer noch darüber nachdenken, weil sie mich echt absolut tief berührt hat. Zwischenzeitlich habe ich auch ein wenig an der Thematik gezweifelt, aber irgendwie bringt die Autorin alles glaubhaft rüber und hach.... ich möchte gar nicht mehr sagen, empfehle aber die Geschichte definitiv! :) :schmachten:

haha, ach gottchen, du bist so niedlich :snuggle:
ich werde sie auch auf jeden fall lesen, ich freu mich schon richtig drauf (hach, more love for art! :schmachten:)
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Re: Welche englischen Fics lest ihr gerade?

Beitragvon Lyrah » 28.05.2010, 17:21

BEND ME, BREAK ME by DARIACHENOWITH

Ja, hier gehts um den besagten OS. :tiptap:
Links verboten, weil als AVL eingestuft. Gurls, wenn ihr euch jetzt aufmacht, um das Ding zu suchen - viel Glück. :lol:

Ich denk, dass der OS einfach sehr gut geschrieben ist. Die Autorin schafft es, den Lesern (wenn auch offenbar nur einigen :lol: ) ein wenig dieselbe Gehirnwäsche zu verpassen wie Bella. Edward ist ein Psychopath und definitiv skrupellos und gefährlich, aber indem Bella es schafft, seine Anerkennung zu gewinnen, sich in seinen Augen zu behaupten, beeindruckt sie halt auch den Leser. :überfragt: Und dann fiebert man halt mit.
Im Nachhinein, wenn man die gehirnwäsche ein wenig abschüttelt, wird einem wieder klar, dass da verdammt grosse Lücken in der Argumentation sind. Dass Bella auch nicht ganz klar im Kopf gewesen sein kann, wenn sie ihr ganzes altes Leben wegwirft, dass die Autorin damit eine Meinung vertritt, die moralisch eben nicht wirklich vertretbar ist - völlig gegen die Gesellschaft und ohne jegliche Genügsamkeit. Im Sinne von "Anstatt dass ich ein normales, gutes Leben haben kann, werde ich lieber zum Verbrecher" ... für mich liegt da der Schwachpunkt der Argumentation. Weil wenn jeder so denken würde, hätten wir die Anarchie. :lol:
Daher ist das Ende in meinen Augen auch ein absolutes Muss. Damit macht die Autorin in meinen Augen das meiste wieder wett, denn auch wenn Edward und Bella da schon glücklich wirken - im Prinzip haben sie beide ihr Leben weggeworfen. Was beweist: Die Gesellschaft und ihre Werte&Moral haben schlussendlich gesiegt, die beiden werden als die Wahnsinnigen, die sie waren, in Erinnerung behalten werden. Bella evtl milder, da man ihr Verhalten sicher mit Schock und Trauma erklären kann.
Dass die Autorin es schafft - zumindest bei einigen - die Leser mit den ~Verbrechern mitfiebern zu lassen und sie für eine Weile auch unter Suit Guys Spell bringt, beweist für mich einfach, dass die Frau es verdammt drauf hat. Sei der OS noch so makaber und krank und zum kotzen. :wink:
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Re: Welche englischen Fics lest ihr gerade?

Beitragvon AmyLeeDick » 28.05.2010, 17:22

Gurls, wenn ihr euch jetzt aufmacht, um das Ding zu suchen - viel Glück. :lol:


Das war jetzt aber keine sonderlich gut durchdachte Challenge, weißte? :lol: Ich les es morgen, ok? Oder heute Abend, wenn ich nüchtern bin. :mrgreen:

/spam ende
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Re: Welche englischen Fics lest ihr gerade?

Beitragvon Jazznation » 28.05.2010, 17:26

Jup ich bin auch wieder klar im Kopf. war wie ein Adrenalinkick. Und nein ich bin noch nicht ins Rathaus gehuscht und Amok gelaufen.

Und zu den Reaktionen. Bis jetzt weiß ich nur von einer negativen und die andere hat es nicht gelesen, weil sie den Inhalt gehört hat. Da sind noch einige Reaktionen offen.
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Re: Welche englischen Fics lest ihr gerade?

Beitragvon Lyrah » 28.05.2010, 17:40

Wenn ich in puncte FFs etwas gelernt haben, dann dass Geschmäcker hier genauso auseinandergehen wie in allen Dingen. ;)
Ich für meinen teil muss niemanden dafür begeistern, solange es zumindest ein paar Leute gibt, mit denen ich drüber reden kann. :zwinker: Und die gibts ja.
Also von daher... mal gucken was andere sagen, aber das Ding ist so krank, ich würd mir keine grossen hoffnungen machen. :lol:
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Re: Welche englischen Fics lest ihr gerade?

Beitragvon papillon00 » 28.05.2010, 18:26

ja, also...

nur kurz meine 5 cents:

ich weiß nach wie vor nicht, was ich davon halten soll. und das liegt gar nicht so sehr an dem kranken szenario oder die situationen - nö, das meiste wurde ja ohnehin aus filmen von tarantino und dergleichen zitiert und sozusagen angewendet. and i fucking love tarantino. oder sin city. :'D
der schreibstil ist wirklich wirklich toll, da geb ich euch allen recht. da stehen auch ne menge intelligente sachen drin, deren anspielungen ich auch nicht so gecheckt hab :'D also, super geschrieben. und das geiselszenario fand ich als relativ gut getroffen... also, kann ich mir super vorstellen.
aber ohne scheiß, der charakterverlauf von noname-eddie und noname-bella sind mehr als zweifelhaft. falls die autorin wollte, dass man noname-eddie und bella irgendie als opfer des systems oder der gesellschaft ansah, so ist ihr das für mich derbe nicht gelungen. ich hätte es toll gefunden, wenn da ein überzeugender grund für ~redemption (im deutschen klingt es nicht so, was es im englischen aussagt: also so reinwaschen der schuld) drin gewesen wäre. dass eben nicht alles schwarzweiß ist, sondern dass es auch grauzonen gibt, dass killer nicht gleich killer sind. es gibt nicht nur gut und böse und nix dazwischen.
jdf schade, dass sie da so derbe inkosnequent mit ihren eigenen charakteren war. ich nimm bella nicht mal trauma ab, denn zum schluss hin, war alles so, als wäre es die beste lösung der welt gewesen, und als hätte der zweck die mittel geheiligt.
:roll:
der schluss erschien mir wie ein easy exit. der showdown war relativ überzogen und langatmig, und dann kam dieses seltsame ende. das schrie alles so ein bisschen thelma/louise/bonny/clyde :'D


jdf, danke für den link ;)... die psychoszenen hatte sie wirklich nice~ drauf gehabt :'D
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Re: Welche englischen Fics lest ihr gerade?

Beitragvon Jazznation'sEve » 28.05.2010, 18:36

Hmm also ich muss ja sagen, dass gerade, weil es da keine redemption oder Begründung für das Verhalten gibt macht es den OS so krank. Weil wie oft ist es denn so, dass der Bösewicht eigentlich ein Armer Typ ist, der als Kind misshandelt wurde und das dann natürlich alles geschädigte in seiner Art rechtfertigt? Eigentlich fast immer... (gut Tarantino, etc. nicht einbezogen, aber der ist ja eh mit kaum was zu vergleichen)
Gerade das macht einen glaub ich auch mitunter so kirre, dass man TROTZDEM mit ihm, bzw. Bella mitfühlt.
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Re: Welche englischen Fics lest ihr gerade?

Beitragvon papillon00 » 28.05.2010, 18:46

Jazznation'sEve hat geschrieben:Hmm also ich muss ja sagen, dass gerade, weil es da keine redemption oder Begründung für das Verhalten gibt macht es den OS so krank. Weil wie oft ist es denn so, dass der Bösewicht eigentlich ein Armer Typ ist, der als Kind misshandelt wurde und das dann natürlich alles geschädigte in seiner Art rechtfertigt? Eigentlich fast immer... (gut Tarantino, etc. nicht einbezogen, aber der ist ja eh mit kaum was zu vergleichen)
Gerade das macht einen glaub ich auch mitunter so kirre, dass man TROTZDEM mit ihm, bzw. Bella mitfühlt.



ja, kann sein, dass du mitfühlst, weil da dieser romantische~ aspekt drin ist. oder vllt stockholm-syndrom.

du hast recht, es braucht nicht immer redemption, um einen charakter zu erklären. manchmal ist einfach ein sickes bewusstsein für sowas gerade so spannend (btw kennt ihr dexter? daran hat mich der os auch so erinnert). aber selbst dann passt dann diese amoröse anwandlung von suitguy~ einfach nicht ins bild.
es erklärt für mich persönlich jedoch nicht, wie es zu dieser absurden sinneswandlung von bella kam. und wenn es selbst ~wahnsinn war, der sie gefangen hielt - nö, das hätte sie - für mich persönlich - anders beschreiben oder angehen müssen.

mich hat ziemlich die aussage genervt von wegen "ich schiesse nicht, um wen zu verteidigen...nain, ich schiesse, weil ich es kann".
total wirres zeug, dass sich nur gut anhören sollte. die begründungen für das verhalten stehen echt auf wackligen beinen. daher kann ich das echt nicht nachvollziehen. :grübel:
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Re: Welche englischen Fics lest ihr gerade?

Beitragvon Lyrah » 28.05.2010, 18:53

Uh, joa. Wieso denn redemption?
Ich gebe dir hier recht, papi:
falls die autorin wollte, dass man noname-eddie und bella irgendie als opfer des systems oder der gesellschaft ansah, so ist ihr das für mich derbe nicht gelungen.

... aber ich hatte nicht den eindruck, dass sie das wollte. Ich glaub, die wollte ihre Leser einfach auf nen horrortrip schicken und damit, dass sie halt anfangs derbe makaber und blutig war, hat man halt - oder ich - beim Lesen son bissel aufgeatmet, als es dann ~besser wurde. Und bis ich gemerkt hab, dass aus bodyfuck nun richtig erstklassiger mindfuck wurde, wars sozusagen schon zu spät. :mrgreen:

Und joa, wenns wieder um ~redemption gegangen wär, dann wärs nicht so super umgesetzt gewesen. Ich war z.B. bei dieser szene als Edward da seine Kindheit erzählt hat auch ein wenig so: :öy: :öy: :öy: :grübel: :vogel: Als Opfer sah ich ihn definitiv nicht.
Das hat für mich als erklärung nicht mal ansatzweise ausgereicht, also bin ich mir ziemlich sicher, dass Edward geistig von anfang an nicht ganz normal war. Weil nee, das ist nun echt kein grund. :grübel:
Oder will sie das fehlende ~Überbewusstsein/Moral anprangern? gesellschaftliche kritik und so? :''D
Ich glaub nicht. Ich glaub wenn ich jetzt anfangen würd, den OS auf ne aussage und moral abzusuchen, wäre ich am ende ziemlich enttäuscht. :'D

Für mich ist es einfach ein gelungenes Schauermärchen, das ein bisschen alles in Frage stellt, ohne aber den Finger wirklich auf irgendeinen Punkt zu halten. Vielleicht hat sie es auch absichtlich so gemacht, dass Bellas Handlungen ab der Hälfte überhaupt nicht mehr nachvollziehbar oder zu rechtfertigen waren. Vielleicht wollte sie damit einfach das kranke Trauma ausdrücken. Dass Bella überhaupt nicht mehr 'aufgewacht' ist und sich mal gefragt hat: Fuck, was tue ich hier? Fuck, ich verliere den Verstand. Anfangs kam das ja noch, aber ab der Mitte kam nix mehr solches, glaub ich. Uh, ich weiss nicht mehr.

Für mich war der OS jedenfalls im bezug auf das ende und auch mit bellas krankem verhalten gut umgesetzt :überfragt:
Aber versteht mich nicht falsch: Ich liebe das teil nicht. Ich finds krass und eigentlich nur insofern gut, dass ich eben trotz all dem makaberen noch lesenswert finde. :'''D
Da andere im bezug auf diesen ~stuff natürlich viel abgehärteter sind, kann ich völlig verstehen, dass ihnen da dann die mängel und negativen aspekte des OS viel mehr auffallen. ;)
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Re: Welche englischen Fics lest ihr gerade?

Beitragvon Jazznation'sEve » 28.05.2010, 18:56

@ bumble: Ja ich kann deinen Gedankengang nachvollziehen. Dass das Verhalten von Bella (und ja auch Edward) eben nicht nachvollziehbar ist, irgendwie ist es das ja auch nicht.
Ich glaub dass man an den OS nicht mit der normalen Analyse, wie man sie vielleicht bei anderen FFs anwendet rangehen kann.
Da gibts nicht viel rationales Verhalten hier. Also so von wegen "was hat Bella dazu getrieben alles in so kurzer Zeit zu überdenken und das für sonen Psycho, der ja kaum ne gute Seite hat?" ich glaub mit solchen fragen muss man bei dem Ding gar net erst anfangen... sonst verläuft man sich in der Wüste.
Ich denke der OS ist kaum mit ner "rational" aufgebauten FF zu vergleichen. Hier tun sich einfach Abgründe auf, die den Leser mit offener Kinnlade da sitzen lassen.
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Re: Welche englischen Fics lest ihr gerade?

Beitragvon Jazznation » 29.05.2010, 09:15

Ich weiß, dass die Autorin einen EPOV plant. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich den lesen will.

So Mal zu dem ständigen, der Char muss nachvollziehbar sein. Ich glaube nicht, dass die Autorin das überhaupt beabsichtigen hatte. Können wir selber uns eigentlich in ein so krankes Hirn reinzuversetzten? Wollen wir überhaupt eine logische Erklärung, warum Suit Guy so ist? Hätte er einen Hintergrund, der ihn irgendwie zu Opfer der Gesellschafft machen würde, so wie Missbrauch in der Kindheit, dann würden wir mit ihm mitfühlen, aber ich denke, dass sollen wir nicht. Gerade dieser Unwissenheitsaspekt macht es ja für manche Leser so unglaublich. Und wer sagt, dass jeder schlechte Mensch, Mörder einen Auslöser für sein verhalten haben muss. Denkt ihr wirklich, das menschliche Gehirn ist so leicht nachvollziehbar?

Andere quälen Tiere in der Kinheit und merken dadurch, dass sie das töten mögen. Ein Auslöser? Nein vielleicht nur ein milderer Weg zum Bösen. Suit Guy hat einen Wahsinn in sich, den wir einfach nicht verstehen und auch nicht verstehen können. Und das ist auch gut so. Ich möchte keinen Grund für sein Verhalten wissen. Auch Hitler ist für mich nicht nachvollziehbar gewesen. Trotzdem gab es ihn und was passiert ist wissen wir alle. Es ist eben eine Macht, die es Suit Guy gibt. Wenn ihr jetzt wirklich versuchen wollt, da einen Trigger zu suchen, dnan viel Spass dabei, ich klinke mich da schön aus. Ihr sagt Hitler und Suit Guy schlechter Vergleich ich sage nein. Der einzige Unterschied ist, dass Hitler an die Macht gekommen ist und er sich besser kontrollieren konnte, bis er angefangen hat seine Macht auszuspielen. Ein krankes Hirn, mit dem sich immer noch PSYCHOLOGEN beschäftigen.

Ob es jetzt ein realistisches Szenario ist oder mich, ich sag doch einfach mal, dass ist mir Knülle. Ständig höre ich seit neusten, seitdem ich hier bin, (So Wölfe, wo seid ihr?) es soll realistisch geschrieben und nachvollziehbar sein. Es ist aber Fiction, und wer sagt, dass alles immer realistisch sein muss. Die Story hat mich in einen kleinen Adrenalinrush versetzt und basta. Und nein ich bin eigentlich nicht der Leser von Dingen dieser Art. Also von Masakern und wahllosen Leute umbringen. Es ist auch nicht mein Ding! Ich habe nicht geschaut, ob das Ding eine Perle sein könnte oder nicht, sondern einfach gelesen, weil ich es spannend finde. Natürlich kam ab und an das Öhm naja, aber trotzdem hat es mich gefesselt.

Wenn ich mich jetzt aufmachen würde und in einem kranken Hirn nach dem Warum suchen würde, naja.

Hm zu Bella. Auch wenn es nicht herausbekommt. was hatte das Mädel für Optionen? Mit Suit Guy waren ihre Überlebenschancen eindeutig höher, als andersherum. Wenn das alles gut gegangen wäre, vielleicht wäre sie danach gegangen? Allerdings andersherum waren doch ihre Chancen so minimal, dass ich ihre Entscheidung verstehe. Es ist nicht direkt eine Entscheidung für Suit Guy sondern fürs Überleben. Nicht eine Minute habe ich in dieser Story gedacht, dass sie sich wirklich verliebt hatte. Ich meine Hallo, wir waren noch nie in so einer Situation, woher sollen wir wissen wie unser menschliches Hirn funzt. Was für Entscheidungen getroffen werden. Man sollte nie den eigenen Überlebenswillen unterschätzen. Unterbewusst war ihr vielleicht klar, dass ihre Zuneigung zu Suit Guy ihr einen vorteil verschafft hat und sie hat es.

Stockholmsyndrom, ok wohl vielleicht auch etwas. Natürlich spielt das auch da mit.

aber selbst dann passt dann diese amoröse anwandlung von suitguy~ einfach nicht ins bild.
es erklärt für mich persönlich jedoch nicht, wie es zu dieser absurden sinneswandlung von bella kam. und wenn es selbst ~wahnsinn war, der sie gefangen hielt - nö, das hätte sie - für mich persönlich - anders beschreiben oder angehen müssen.

mich hat ziemlich die aussage genervt von wegen "ich schiesse nicht, um wen zu verteidigen...nain, ich schiesse, weil ich es kann".
total wirres zeug, dass sich nur gut anhören sollte. die begründungen für das verhalten stehen echt auf wackligen beinen. daher kann ich das echt nicht nachvollziehen. :grübel:


Wie bereits gesagt, nicht für alles wirst du im Leben eine Begründung finden. Unser rationales Dingen verleitet uns dazu immer nach den Grund zu suchen, warum jemand so ist, wie er ist. Vielleicht hat er ja wirklich eine Funktionsstörung, von der er gar nichts weiß.

So ich schweife einmal weiter aus. Wieso wird jemand zum pädophilen. Moral sagt, dass das so was von falsch ist. Wo ist da der Auslöser bei manchen? Will ich das nachvollziehen können? Würde mich das nicht schon zum Symphatisanten machen?

Es gibt genug kranke Leute auf der Welt, für die zweifelhaft eine Erklärung des Warums gesucht wird. Ich sag jetzt einfach der OS hat mir gefallen, ich will das warum nicht wissen.

/ironie Wenn ich mal in so einer Situation gesteckt habe, gebe ich euch Bescheid. Oder auch nicht, vielleicht brenne ich ja durch, um meine Haut zu retten. :grinundwech: /ironie aus

So LG dann.
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Re: Welche englischen Fics lest ihr gerade?

Beitragvon papillon00 » 29.05.2010, 15:15

SweetTempus hat geschrieben:... aber ich hatte nicht den eindruck, dass sie das wollte. Ich glaub, die wollte ihre Leser einfach auf nen horrortrip schicken und damit, dass sie halt anfangs derbe makaber und blutig war, hat man halt - oder ich - beim Lesen son bissel aufgeatmet, als es dann ~besser wurde. Und bis ich gemerkt hab, dass aus bodyfuck nun richtig erstklassiger mindfuck wurde, wars sozusagen schon zu spät. :mrgreen:


ja, aber das hat sie ein wenig so impliziert, weißte? all diese großen~ reden, wie schlecht und scheiße die gesellschaft sei...


Jazznation hat geschrieben:Ich weiß, dass die Autorin einen EPOV plant. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich den lesen will.

So Mal zu dem ständigen, der Char muss nachvollziehbar sein. Ich glaube nicht, dass die Autorin das überhaupt beabsichtigen hatte. Können wir selber uns eigentlich in ein so krankes Hirn reinzuversetzten? Wollen wir überhaupt eine logische Erklärung, warum Suit Guy so ist? Hätte er einen Hintergrund, der ihn irgendwie zu Opfer der Gesellschafft machen würde, so wie Missbrauch in der Kindheit, dann würden wir mit ihm mitfühlen, aber ich denke, dass sollen wir nicht. Gerade dieser Unwissenheitsaspekt macht es ja für manche Leser so unglaublich. Und wer sagt, dass jeder schlechte Mensch, Mörder einen Auslöser für sein verhalten haben muss. Denkt ihr wirklich, das menschliche Gehirn ist so leicht nachvollziehbar?


du, mir ist schon klar, dass es nicht für alles einen auslöser gibt. und das man gewisse sachen eben nicht erklären kann. aber mir sagt in bezug nehmend auf diesen os die art eben nicht zu, wie die autorin dass darstellt.
aber weißte, irgendwie muss man seinen charakter doch glaubwürdig darstellen. er in seiner psycho-art war auf jeden glaubwürdig, aber es gibt eben ein paar sachen, die ich eben als schwach dargestellt empfand.


Andere quälen Tiere in der Kinheit und merken dadurch, dass sie das töten mögen. Ein Auslöser? Nein vielleicht nur ein milderer Weg zum Bösen. Suit Guy hat einen Wahsinn in sich, den wir einfach nicht verstehen und auch nicht verstehen können. Und das ist auch gut so. Ich möchte keinen Grund für sein Verhalten wissen. Auch Hitler ist für mich nicht nachvollziehbar gewesen. Trotzdem gab es ihn und was passiert ist wissen wir alle. Es ist eben eine Macht, die es Suit Guy gibt. Wenn ihr jetzt wirklich versuchen wollt, da einen Trigger zu suchen, dnan viel Spass dabei, ich klinke mich da schön aus. Ihr sagt Hitler und Suit Guy schlechter Vergleich ich sage nein. Der einzige Unterschied ist, dass Hitler an die Macht gekommen ist und er sich besser kontrollieren konnte, bis er angefangen hat seine Macht auszuspielen. Ein krankes Hirn, mit dem sich immer noch PSYCHOLOGEN beschäftigen.


jetzt schweifst du aber ab und stellst vergleiche mit hitler an... das ist jetzt weit gegriffen. weißte, in meinem studium habe ich den schwerpunkt auf kriminologie und abweichendes verhalten. excuse me, aber es gibt eben tausend mechanismen, die da greifen, wenn so eine art abweichendes verhalten einer person da mit rein spielt. ich guck da eigtl auch nicht so ins detail, aber das ist leider so ein bisschen der nebeneffekt von mir, dass ich versuche, dass aus ner anderen perspektive zu sehen. und sorry, es gibt wirklich nie schwarzweiß. es gibt immer ne grauzone. die hätte ich mir eben ein bisschen gewünscht, inwiefern das auch immer da stehen würde, lass ich mal offen... entweder ein bisschen einblick ins verhalten, oder aber, ein schärferes profil seiner machtgeilheit.
und btw, ist doch vollkommen in ordnung... du haste deine meinung, ich hab meine. alles paletti.

Ob es jetzt ein realistisches Szenario ist oder mich, ich sag doch einfach mal, dass ist mir Knülle. Ständig höre ich seit neusten, seitdem ich hier bin, (So Wölfe, wo seid ihr?) es soll realistisch geschrieben und nachvollziehbar sein. Es ist aber Fiction, und wer sagt, dass alles immer realistisch sein muss. Die Story hat mich in einen kleinen Adrenalinrush versetzt und basta. Und nein ich bin eigentlich nicht der Leser von Dingen dieser Art. Also von Masakern und wahllosen Leute umbringen. Es ist auch nicht mein Ding! Ich habe nicht geschaut, ob das Ding eine Perle sein könnte oder nicht, sondern einfach gelesen, weil ich es spannend finde. Natürlich kam ab und an das Öhm naja, aber trotzdem hat es mich gefesselt.


sag mal, was ist eigtl los. wieso les ich zwischen den zeilen von dir, dass du dich so ein bisschen angegriffen von meiner meinung eines os fühlst? ;) chill doch einfach, wir müssen uns nicht alle einig werden, wär doch langweilig. und wer hat hier gesagt, dass er nicht wirklich realistisch ist? dass habe ich übrigens mit keiner silbe erwähnt, und da ich die einzige bisher war, die hier ein bisschen kritik geäußert hat, nehme ich an, dass du mich meinst.
darf man deiner meinung nach denn keine ansprüche haben, von wegen realismus? oder eben, logischer konsequenz von handlungen? das hat nichts damit zu tun, dass das fiktion ist. romane und thriller oder was weiß ich sollten meines erachtens auch realistische handlungsoptionen beinhalten. und selbst wenn ich fantasykram lese - die selbst erstellten regeln in dieser fantasywelt sollten in ihrer eignen logik genauso beibehalten werden, wie ich es von nem stinknormalen jugendroman erwarte. und klar verschwimmen so ein bisschen die grenzen vom nachvollziehbaren bei so einer art von szenario, das ist ne ausnahmesituation. das kann man vllt bestimmt nicht mit rationalen denken erklären, so weit bin ich im kopf auch, dass ich das plan. :'D

nun, ich find es trotzdem relativ plump, wie die autorin das mit bella versucht hat, zu beschreiben. ich sag nicht, dass so was unmöglich ist. stecke menschen an einen bösen ort, und sie werden böse~. google mal stanford prison experiment. oder milgram experiment. das ist ziemlich spannend, was da herausgekommen ist. ich kritisier hier einfach nur die für mich fehlende art, wie die autorin das dargestellt hat. der character-arc oder das pacing war nicht so prall, irgendwie.
an der ersten hälfte des OS hab ich jedoch nichts auszusetzen, das fand ich nämlich wirklich gut.

Wenn ich mich jetzt aufmachen würde und in einem kranken Hirn nach dem Warum suchen würde, naja.


ha, aber ist das nicht das spannende daran, darüber nachzudenken, was in so einem hirn vorgehen muss, dass man zu solchen maßnahmen greift? wie gesagt, stanford prison experiment googeln. das waren alles stinknormale leute, ohne jeglichen hang zum morbiden.

Hm zu Bella. Auch wenn es nicht herausbekommt. was hatte das Mädel für Optionen? Mit Suit Guy waren ihre Überlebenschancen eindeutig höher, als andersherum. Wenn das alles gut gegangen wäre, vielleicht wäre sie danach gegangen? Allerdings andersherum waren doch ihre Chancen so minimal, dass ich ihre Entscheidung verstehe. Es ist nicht direkt eine Entscheidung für Suit Guy sondern fürs Überleben. Nicht eine Minute habe ich in dieser Story gedacht, dass sie sich wirklich verliebt hatte. Ich meine Hallo, wir waren noch nie in so einer Situation, woher sollen wir wissen wie unser menschliches Hirn funzt. Was für Entscheidungen getroffen werden. Man sollte nie den eigenen Überlebenswillen unterschätzen. Unterbewusst war ihr vielleicht klar, dass ihre Zuneigung zu Suit Guy ihr einen vorteil verschafft hat und sie hat es.


ja, aber genau diese art von überlebenswillen~ oder entscheidungen... das fand ich halt plump. und wenn sie ihn nicht geliebt hat, was hatte dann der schluss auf sich? sie würde ja wohl kaum küssend oder händchenhaltend mit ihm sterben wollen.
total bonnie&clyde eben :roll:

Stockholmsyndrom, ok wohl vielleicht auch etwas. Natürlich spielt das auch da mit.


lol ja wohl eher sehr. sie hat ja wohl kaum mit ihm geschlafen (jaa, und dann die kranke art, wie~), weil sie ihm einen gefallen tun wollte.

Wie bereits gesagt, nicht für alles wirst du im Leben eine Begründung finden. Unser rationales Dingen verleitet uns dazu immer nach den Grund zu suchen, warum jemand so ist, wie er ist. Vielleicht hat er ja wirklich eine Funktionsstörung, von der er gar nichts weiß.


ja, wahrscheinlich sogar sehr doll :''''D

So ich schweife einmal weiter aus. Wieso wird jemand zum pädophilen. Moral sagt, dass das so was von falsch ist. Wo ist da der Auslöser bei manchen? Will ich das nachvollziehen können? Würde mich das nicht schon zum Symphatisanten
machen?


wow, das ist wirklich abschweifen erster klasse. :mrgreen:
und nö, dass würd dich nicht unbedingt zum sympathisanten machen, nur weil du versuchen wollen würdest, herauszufinden, was in dem hirn da abläuft.

Es gibt genug kranke Leute auf der Welt, für die zweifelhaft eine Erklärung des Warums gesucht wird. Ich sag jetzt einfach der OS hat mir gefallen, ich will das warum nicht wissen.


ist doch in ordnung. ich hingegen würde das warum gern wissen.
und weißt du, für mich wirken eben diese lücken wie schwächen in der erzählkette. bellas verhalten war seit dem beinahe-rape so unglaublich inkonsistent... weiß nicht, meine güte, es ist nur ein OS, aber die erzählkette, der bogen der handlungen, war einfach inkonsistent. das ist eben das, wie ich das empfinde.

/ironie Wenn ich mal in so einer Situation gesteckt habe, gebe ich euch Bescheid. Oder auch nicht, vielleicht brenne ich ja durch, um meine Haut zu retten. :grinundwech: /ironie aus

So LG dann.


ja, mach mal. rufst du dann auch beim radio an? :'''D
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Re: Welche englischen Fics lest ihr gerade?

Beitragvon Jazznation » 02.06.2010, 10:12

bumblebee hat geschrieben:sag mal, was ist eigtl los. wieso les ich zwischen den zeilen von dir, dass du dich so ein bisschen angegriffen von meiner meinung eines os fühlst? ;) chill doch einfach, wir müssen uns nicht alle einig werden, wär doch langweilig. und wer hat hier gesagt, dass er nicht wirklich realistisch ist? dass habe ich übrigens mit keiner silbe erwähnt, und da ich die einzige bisher war, die hier ein bisschen kritik geäußert hat, nehme ich an, dass du mich meinst.
darf man deiner meinung nach denn keine ansprüche haben, von wegen realismus? oder eben, logischer konsequenz von handlungen? das hat nichts damit zu tun, dass das fiktion ist. romane und thriller oder was weiß ich sollten meines erachtens auch realistische handlungsoptionen beinhalten. und selbst wenn ich fantasykram lese - die selbst erstellten regeln in dieser fantasywelt sollten in ihrer eignen logik genauso beibehalten werden, wie ich es von nem stinknormalen jugendroman erwarte. und klar verschwimmen so ein bisschen die grenzen vom nachvollziehbaren bei so einer art von szenario, das ist ne ausnahmesituation. das kann man vllt bestimmt nicht mit rationalen denken erklären, so weit bin ich im kopf auch, dass ich das plan. :'D





Nein wir müssen uns nicht einig sein, aber was ist so schlimm daran zu diskutieren wollen? Ich danke dir wirklich für deinen Einblick in das Ganze. Eine Gegenantwort und ein Wissen wollen, wass der andere denkt, gerade wenn es eine ganz andere Einstellung ist, empfinde ich als Berreicherung in meiner eigenen Denkweise. Also sieh einen Konter von mir als nichts weiter an, als was es ist. Reine Neugier, wie der andere darauf reagiert. Glaub mir jetzt wo einige Tage vergangen sind, stimme ich dir vollkommen zu. So das wollte ich nur noch einmal klarstellen. Niemand muss der gleichen Meinung sein, aber das Recht meine Meinung zu vertreten, ohne dass mir nachgesagt wird, dass ich mich angegriffen fühle, sollte mir doch gestattet werden. Ich liebe es eben richtig meinen Senf dazu zu geben und nocheinmal nachzusenfen. So ist es eben in einer Diskussion.

So LG M.
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Re: Welche englischen Fics lest ihr gerade?

Beitragvon Dreamette » 03.06.2010, 08:45

Halli Hallo also ich mag auch mal meinen unqualifizierten Senf zu dem OS abgeben.

Ich hab ihn vor ein paar Tagen gelesen und das Ganze dann erstmal ein wenig sacken lassen. Im ersten Moment nach dem ich durch war, war ich definitiv erstmal nur mit Blinzeln und Atmen beschäftigt... viel gabs dazu nicht zu sagen, mein Kopf war einfach nur leer und ich wusste nicht, was ich davon halten sollte.

Mittlerweile, wo ich nochmal drüber nachgedacht hab, finde ich den OS als Gesamtpacket und wenn man sich nicht über bestimmte Einzelheiten Gedanken macht, wirklich gut. Er reißt mit, raubt einem den Atem und da ich auch total auf Tarantino stehe hab ich schon Gefallen daran gefunden, aber da ich, gerade wenns um PSychologische Aspekte geht, auch ganz gerne mal der Typ bin der die Logik hinter der Sache hinterfragt, hab ich auch im Nachhinein einiges auszusetzen.

Zu Suitguy hab ich gar nicht so viel zu sagen. Meines Erachtens ist er ein Psychopath. Da gibts kein drumherum... Wirklich was krasses scheint in seiner Kindheit ja nicht vorgefallen zu sein, das Einzige was mir da aufgefallen ist, ist dieses extrem merkwürdige Eltern-Kind-Verhältnis. Gut... das VErhältnis zu seinem Vater sowieso, aber was ich absolut nicht geblickt hab, war das VErhältnis zu seiner Mutter. Das Telefonat gegen ENde des OSs war schon sehr verwirrend und da fragt man sich doch ersthaft ob diese mentale Instabilität nicht wohl in der Familie liegt. Psychologische Störungen (nicht alle, aber einige) sind ja bekanntlich vererbbar und seine Mutter... naja ganz beisammen war sie ja nicht meiner Meinung nach. Die Frage ist hier natürlich, ob sie erst nach Edwards Angriff auf seine Schwester, die jetzt im Koma liegt oder was auch immer (sorry wenn ich mich jetzt nicht mehr GANZ GENAU dran erinnere) so entwickelt hat, oder ob sie schon vorher so... abgedreht war. Ich meine, wenn mein Sohn meine Tochter versuchen würde abzustechen und sie damit in diesen Zustand versetzt, würde ich mit Sicherheit nicht anrufen und nach seinem Wohlbefinden fragen. Keine Ahnung... ich ne schwierige Thematik was sie betrifft, wahrscheinlich hat sie wirklich durch diese ganzen Vorfälle den Vehrstand verloren.
Naja back to topic... Edward... meines Erachtens wie gesagt ein Psychopath, wenn man schon alleine daran denkt, dass er vom töten geil wird, sagt einem das doch schon, dass da etwas in seinem Gehirn nicht wirklich richtig läuft...
Ich glaube auch nicht, dass die Autorin bezwecken wollte, dass er WIRKLICH einen Grund dafür hatte zu töten... er hat das aus ner ziemlich perversen Neigung gemacht, jedoch und das ist meines Erachtens ein großes Manko an ihm, hat die Autorin dafür wiederrum zu oft zuviele politische Seitenhiebe verteilt, so dass das schon verwirrt hat, ob er nun verrückt oder doch ein Anarchist ist. Sie hätte die Politik aus seinen Reden fernhalten sollen.. dann wäre sein Charakter insgesamt schlüssiger geblieben. Ansonsten war er aber ganz gut dargestellt... in seinem mentalen Zustand fand ich die Faszination für Bella nachvollziehbar.

Mein größeres Problem in dem OS war wirklich Bella, deren Gedankengänge ich irgendwann nicht mehr so recht nachvollziehen konnte. Ich weiß nicht, ob die Autorin es hier wirklich aufs Stockholmsyndrom abgezielt hat, aber wenn ja, dann hat sie das meiner Meinung nach nicht ausreichend umgesetzt. Ich meine, Bella war ja bereits fasziniert von ihm, als sie auf dem Boden der Bank lag und SO schnell greift das Stockholmsyndrom nun wirklich nicht zu und niemand kann mir ernsthaft weiß machen, dass die paar Worte, die sie gewechselt haben, bevor er seine Knarre gezogen hat, oder aber seine tollen, grünen Augen sie davon abgehalten haben könnten, sich vor Angst in die Hosen zu pissen und stattdessen diesen Typen mit einer krankhaften Faszination zu beobachten. Er schießt einem Typen vor ihren Augen in den Kopf! Entschuldigt mal bitte, aber das letzte woran ich in diesem Moment denken würde, wäre wie toll doch seine Augen aussehen.
Die psychologische Entwicklung von ihr hätte man definitiv weiter ausholen müssen. Das Stockholmsyndrom ist ne komplizierte Angelegenheit und selbst wenn sie davon befallen war, wovon ich ausgehe, hätte sie auch während dem Vorangehen der Geschichte ihre eigenen Gedanken mehr hinterfragen müssen. Warum tue ich das? Warum fühle ich mich zu ihm hingezogen? Warum will ich einfach alles aufgeben, nur um mit diesem kranken Menschen durchzubrennen?
Gut, nachvollziehbar war definitiv der Überlebensgedanke an ihrer Entscheidung. Hätte ich vor der Wahl gestanden in diesem Moment, wäre ich auch mitgegangen, aber auch hier fehlte mir dieses Abwägen. Es kommt nicht genug rüber, dass sie das nur tut um zu Überleben. Er hat ihr doch im Gespräch gesagt, dass sie nach der Flucht gehen könnte, aber ich glaube nicht, dass ich gelesen habe, dass sie darauf überhaupt einen Gedanken verschwendet hat. Also war es ja wohl die Intention der Autorim, dass Bella AUCH wegen der Faszination für Edward flieht, wo wir wieder beim Stockholmsyndrom wären udn ihrer allgemeinen mentalen VEränderung, die meiner Meinung nach zu schnell abgelaufen ist, oder aber einfach nicht rübergekommen ist. Ich fand einfach der Sprung von mentaler Stabilität zu kompletten Irrsinn kam viel zu schnell... da wurde diese Grenze, in der man merkt, dass was mit einem nicht stimmt zu schnell mitgenommen. Ich persönlich hab kaum davon was gemerkt... und DAS Bella den Verstand verloren hat, erkennt man meines Erachtens am besten an der Art und Weise wie kühl sie von einem Tag zum anderen über ihre Familie und ihren Exfreund denkt. Gut, sie hat Probleme, aber die sind doch nun wahrlich nicht so schwerwiegend gewesen, dass man sein Leben aufgeben muss und mit einem Psychopathen durchbrennt.

Das Ende... ja genauso ein Fall. Allein vom Gesamteindruck fand ich das Ende echt toll... vor allem die letzten Sätze, aber wenn man das auch hier genau betrachtet, ist hier auch wieder dieser Widerspruch drin.
Wenn man wirklich davon ausgeht, dass sie nur mit ihm flieht um zu Überleben, ist das ja an dieser Stelle mehr als in die Hose gegangen und dann hätte sie nicht so reagiert, wie sie reagiert hat... fröhlich mit ihm in den Tod fahren so nach dem Motto: "Wenn wir sterben, dann zusammen" :roll:
Also gings wohl eben doch darum, dass sie wegen ihm flieht und ja... siehe vorher ich wiederhole und wiederhole mich, aber diese Stockholmsache ist WIRKLICH nicht rübergekommen...

Dafür dass ich den OS eigentlich gut fand, hab ich doch ganz schön was zu meckern gehabt, aber ich seh das eh immer von zwei Seiten. Meine Ich-will-unterhalten-werden-Seite war begeistert und erschüttert, meine Ich-zweifle-von-vorneherein-erstmal-alles-an-und-hinterfrage-Seite, hatte ein bisschen was auszusetzen.

Insgesamt hab ich mich über die EMpfehlung aber echt gefreut. Das Lesen dieses OSs war definitiv ein Erlebnis :D
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Re: Welche englischen Fics lest ihr gerade?

Beitragvon mäusekönig » 03.06.2010, 10:39

hach, wunderbar zusammengefasst dreamy :schmachten:

/signed von mir aus :nod:
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