@dubby & witch: ich hab das gefühl, dass wir jetzt alle von was ganz anderem reden.
also noch mal nur von mir aus: ich bete auch keinen gott an und das könnte ich auch nicht, weil ich da mit dubby überein gehe: ich hätte ein viel zu schlechtes gewissen, dreimal im jahr nur für mich zu beten, dabei noch mal im nebengedanken noch ein paar andere zu erwähnen.... aber das hat für mich auch nichts mit ehrlichkeit zu tun. weiß ich jetzt auch grad nicht, wo da der zusammenhang ist?
mit ehrlichkeit... wie erkläre ich das

na ja, nehmen wir gott als beispiel. er wird angepriesen als der erreter, der heilige, der allmächtige, der tolle, der king! aber letztendlich sagen das die leute doch nur zu ~ihm, weil sie sich selbst was erhoffen. das ist wie, wenn ich zu peggy gehe und sage, maaaan, bist du ein toller mensch, aber in wirklichkeit nur auf ihre supernatural dvd-sammlung scharf wäre

aber dieser post hat nur wieder total bestätigt, dass du nicht zu verstehen scheinst, dass ich da trenne. zwischen glauben und jemanden anbeten... das sind zwei für mich zwei völlig verschiedene dinge. dass du das anbeten nicht gut findest, kann ich komplett nachvollziehen, aber ich finde es einfach traurig, wie schlecht du auch über die glaubenssache sprichst. und dabei geht es mir WIE JETZT SCHON 100X GESAGT nicht um GOTT. bei vielen ist es nun mal gott, aber das kann auch durch jedes andere ding ersetzt werden! und wenn ein psychotherapeut dich wegen eines kobolds in die anstalt schickt, dann kannst du das nicht mir vorwerfen. für mich ist das, woran du glaubst - was bei dir eben wissenschaft ist - genauso unerheblich wie dein musikgeschmackt, deswegen hat der vergleich eigentlich ziemlich gut gepasst. weswegen ich aber noch argumentiere ist, dass ich es einfach nicht so stehen lassen kann, wenn jemand in seinem weltbild nur seine meinung alleine stehen lässt, ohne raum für andere sachen zu schaffen. ich will jetzt nicht sagen, dass du von deiner meinung abkommen sollst, aber zumindest einräumen, dass es auch andere ansichten gibt, die auch so vertretbar wären. denn das sind sie meiner meinung nach. sorry, aber bei sowas muss ich einfach immer diskutieren, selbst wenn derjenige, gegen ich dann diskutiere, eigentlich meine meinung teilt.
ich nehme "gott" immer als wort, weil ich es damit erklären kann. das heißt nicht, dass ich dich nicht verstanden habe. wenn du z.b an die natur glauben würdest, dann könntest du "gott" darauf beziehen. udn es bleibt ja immer das gleiche ~phänomen. man glaubt an was übersinnliches. "schicksal" ist auch etwas übersinnliches. und irgendwen muss es ja wiederum dafür gegeben haben, der dein schicksal bestimmt hat? Oder wie stellst du dir das sonst vor? dass es wie luft einfach existiert aber nicht zu sehen ist?

(nur interessehalber

findsch interessant ist)
und eigentlich bist du da auch nie so engstirning, deswegen wundert mich das grad so, dass alles andere so vehement verurteilst und ablehnst

idk, ich hab ne ziemliche wut auf religionen. ich mag es nicht, wenn man etwas als entschuldigung hernimmt und ich kann diese scheiß ungerechtigkeit auf der welt einfach nicht sehen. das hängt für mich alles zusammen.
das einzige argument, was mir gegen den Glauben, wie ich ihn für mich definiere, einfallen könnte, ist, dass so etwas schäche zeigt, sich auf eine unsichtbare kraft verlassen zu wollen, und ab und zu mal schwäche zu zeigen zu verurteilen, fände ich ebenfalls traurig.

was hat denn glauben mit schwäche zu tun?

nö, nö, daran hätte ich nicht mal gedacht.
glauben ist für mich ... hm... der welt einen "sinn" zu geben. glaubst du an gott, die natur, an das schicksal, dann hat alles auf einmal einen sinn. und das erleichtert das leben ungemein. deswegen ist es aber nicht weniger oder mehr ~wahr. vllt bin ich einfach kein freund davon, es sich einfach zu machen
Aber warum muss es denn bei Gott darum gehen, dass er, wenn er die Welt erschaffen hat, sich dann auch darum kümmert? Also das ist eine allgemeine Frage, die ich nie ganz begriffen habe, denn ich vertrete diesen Standpunkt nicht. Also in meiner Vorstellung, in der ein Gott durchaus existieren kann, hat er das zwar alles erschaffen und guckt sich das alles an, aber mehr auch nicht. Ich glaub allerdings auch, dass dieser Gott in meiner Vorstellung eh eher dem Schicksal gleicht. Halt diese Kraft, die alles nicht-zufällig macht, aber die man nicht dafür verantwortlich machen kann, ob bei jedem am Ende was gutes rauskommt oder nicht. aber es bringt überhaupt nichts, dieses Gott-Schicksal-hafte Etwas um etwas zu bitten, weil es sich ohnehin nicht beeinflussen lässt. Daran glaube ich. Deswegen bete ich auch nicht. Ich freue mich, wenn etwas passiert und wenn ich hoffe, dass etwas gut wird, dann vertraue ich auf diese Macht und denke: Naja, so schlecht wird sie es schon nicht mit mir meinen :'D
Und das ist für mich Glauben und ich sehe nicht, was daran schlecht sein soll.
na ja, weil es im leben nun mal so ist, dass man für alles, was man tut, macht oder erstellt, die konsequenzen tragen muss. kauf ich mir nen hund, dann muss ich mich darum kümmern. kaufe ich mir ne pflanze, dann muss ich sie gießen. einfaches prinzip. man kann man nicht so einfach eine erde ins universum stellen und dann sagen "gut, jetzt macht mal." nein, man hat eine verfickte verantwortung dafür
Und dein schicksals glaube, den ich dir natürlich nicht nehmen möchte. aber was steckt für ein prinzip dahinter? ganz nüchtern betrachtet: hinter allem, was du tust, was dir widerfährt - gutes oder schlechtes-, hinter all dem steckt ein sinn. udn es gibt dir die kraft zu denken, dass auch weider gute seiten kommen.
was daran schlecht ist? In erster liene nichts. In zweiter Linie für mcih aber irgendwie schon ... weil ... wer entscheidet zur hölle, wer welches schicksal verdient? warum sterben kleine kinder an krebs und leiden jahre lang höllenqualen? warum??? wenn dahinter doch ein plan steckt? Wer zur hölle tut sowas? warum besteht das schicksal mancher leute daraus, dass sie dumm sind und mit geld nur so um sich werfen - während in anderen teilen der welt babys verhungern?

wo ist da die gerechtigkeit?
nirgends. und wir alle sind schuld an dieser ungerechtigkeit. nehmen wir aber gott, das schicksal, oder die natur her, dann steckt auf einmal ein sinn dahinter und man muss sich im alltag nicht damit belasten oder sieht es eben als Teil des Plans an.